Kürşad Zorlus Kritik vor seinem Beitritt zur AKP verfolgt ihn weiterhin
Kürşad Zorlu, der in den vergangenen Wochen von der İYİ-Partei zurücktrat und sich der AKP anschloss, erhielt sein Parteianstecker von Staatspräsident und AKP-Vorsitzendem Recep Tayyip Erdoğan. Zorlus frühere Äußerungen über die AKP während seiner Zeit bei der İYİ-Partei verfolgen ihn weiterhin.
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Auch der Sprecher der İYİ-Partei und Abgeordnete für Ankara, Kürşad Zorlu, trat in den vergangenen Wochen von seiner Partei zurück. Nach der Bekanntgabe seines Rücktritts schloss sich Zorlu der AKP an.
ERDOĞAN ÜBERREICHTE DEN ANSTECKER
Zorlus Parteianstecker wurde ihm nach einer Rede auf dem 8. ordentlichen Provinzkongress der AKP in Ankara von AKP-Parteichef und Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan angesteckt.
Nachdem ihm der Anstecker überreicht worden war, hielt Zorlu eine kurze Begrüßungsrede, in der er folgende Worte fand: "Unser Land steht zweifellos vor vielfältigen Bedrohungen, historischen Prüfungen und geografischen Herausforderungen. Wie Mustafa Kemal Atatürk sagte: 'Wenn es um das Vaterland geht, ist alles andere zweitrangig'. Mit diesem Verständnis trete ich in dieser historischen Wende, in der wir in das zweite Jahrhundert unserer Republik eintreten, unter der Führung unseres Präsidenten mit diesem Glauben an, um unserem Land zu dienen. Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Menschen aus Ankara, ich verspreche, dass wir auf diesem heiligen Weg entschlossen und unermüdlich, ohne tagsüber zu ruhen und nachts zu schlafen, noch härter arbeiten werden. Ich danke unserem Präsidenten, der mir diesen Mut und diese Möglichkeit gegeben hat."
FRÜHERE ÄUSSERUNGEN IM FOKUS
Es stellte sich heraus, dass Zorlu, der als einer der Schützlinge der ehemaligen Parteivorsitzenden Meral Akşener galt, die AKP-Regierung in der Vergangenheit scharf kritisiert hatte.
Zorlu, der sagte: "Die Regierung plündert unsere unter- und oberirdischen Ressourcen", hatte zudem bezüglich des Präsidialsystems erklärt: "Es ist eine Prinzipienlosigkeit, die nicht einmal in dem von ihnen eingeführten abstrusen System vorgesehen ist. Wir werden auch die Kandidatur des Präsidenten anfechten."
AUCH SCHARFE KRITIK AN İMRALI-AUFRUF
Zorlu hatte sich zudem zu Bahçelis İmralı-Aufruf scharf geäußert: "Der Staat schließt keine Abkommen mit einer Terrororganisation oder Terroristen und setzt sich nicht mit ihnen an einen Tisch. Wege, die vom Gewissen des türkischen Volkes nicht akzeptiert werden, führen nur zu mehr Spaltung und mehr Enttäuschung."