Neue Schritte in der CHP nach dem außerordentlichen Parteitag: Zwei Pläne der Parteiführung sorgen für Aufmerksamkeit
Nach Abschluss des Parteitagsprozesses bereitet sich die CHP darauf vor, ihre Forderung nach vorgezogenen Neuwahlen zu verstärken. Die Partei plant, die Unterschriftenkampagne für Ekrem İmamoğlu auszuweiten und eine landesweite Mobilisierung mit Kundgebungen in der gesamten Türkei zu starten. Hier sind die neuen Pläne der CHP-Führung nach dem außerordentlichen Parteitag...
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Die Republikanische Volkspartei (CHP) hat nach dem Abschluss ihres 21. außerordentlichen Parteitags und der Bestätigung ihrer Parteiführung den Fokus nun auf die Forderung nach vorgezogenen Neuwahlen sowie auf die Unterschriftenkampagne für Ekrem İmamoğlu gelegt, der aufgrund von Diskussionen um eine mögliche Präsidentschaftskandidatur im Zentrum der Aufmerksamkeit steht.
Parteiquellen kündigten an, dass die Unterschriftenkampagne ausgeweitet, der direkte Kontakt zu den Bürgern gesucht und jede Woche eine Kundgebung in einem Istanbuler Bezirk sowie in einer anderen Stadt der Türkei organisiert werden soll.
ZIEL: VORGEZOGENE NEUWAHLEN
Nach dem außerordentlichen Parteitag, der als Reaktion auf das Risiko einer Zwangsverwaltung einberufen wurde, haben Özgür Özel und die CHP-Führung Maßnahmen ergriffen, um ihre Forderungen nach vorgezogenen Neuwahlen nachdrücklicher zu formulieren.
Wie die Zeitung Cumhuriyet berichtet, haben die CHP-Provinzvorsitzenden und Parteistrategen einen umfassenden Aktionsplan erstellt, um sowohl die Unterschriftenkampagne für die Freiheit von Ekrem İmamoğlu auszuweiten als auch die Forderungen nach vorgezogenen Neuwahlen lautstark zu artikulieren.
''DIE UNTERSCHRIFT KOMMT NACH HAUSE''
Die Provinzvorsitzenden erklärten, dass sie die Feldarbeit intensivieren werden, um die Bürgerbeteiligung an der für Ekrem İmamoğlu gestarteten Unterschriftenkampagne zu erhöhen. In diesem Rahmen sollen Hausbesuche in den Stadtvierteln verstärkt und Stände auf Straßen und Plätzen errichtet werden. Zudem wurde mitgeteilt, dass die Parteiorganisationen die Unterschriftenformulare auf Wunsch direkt zu den Bürgern nach Hause bringen werden.
Die CHP-Strategen gaben an, dass die Zahl der bisher gesammelten Unterschriften die Marke von 7 Millionen überschritten habe und das Ziel bei 30 Millionen liege. Die Strategen betonten, dass diese Zahl einem „Misstrauensvotum“ gegen die Regierung gleichkomme: „Während des Vorwahlprozesses gingen mehr als 15 Millionen Bürger an die Urnen. Nun streben wir eine ähnliche Beteiligung bei der Unterschriftenkampagne an. 30 Millionen Unterschriften werden zeigen, dass die Regierung ihre Legitimität verloren hat und sich den Wahlen nicht entziehen kann“, hieß es.
KUNDGEBUNGSKALENDER STEHT FEST
Die CHP wird nicht nur mit der Unterschriftenkampagne, sondern auch mit Kundgebungen vor Ort präsent sein. Dem Plan der Partei zufolge werden jede Woche in einem anderen Istanbuler Bezirk und jedes Wochenende in einer anderen türkischen Provinz große Kundgebungen abgehalten. Die erste Kundgebung findet am Dienstag, den 9. April, in Istanbul-Şişli statt, gefolgt von einer Veranstaltung am Sonntag, den 14. April, in Samsun. Am 19. Mai, dem Gedenktag an Atatürk sowie dem Tag der Jugend und des Sports, wird eine große Kundgebung in İzmir durchgeführt.
ÖZGÜR ÖZEL ÜBERNIMMT DIE FÜHRUNG
Der CHP-Vorsitzende Özgür Özel wird eine aktive Rolle bei der Bekanntmachung der Unterschriftenkampagne und der Kundgebungen sowie bei der Koordinierung der Aktionen übernehmen. Die Parteiführung ist entschlossen, den Unmut über die Regierung durch verschiedene Mittel kontinuierlich sichtbar zu machen.
Diese neue Strategie der CHP zielt darauf ab, sowohl die Basis zu mobilisieren als auch die Forderungen der Öffentlichkeit nach vorgezogenen Neuwahlen auf der Tagesordnung zu halten.