Schockierende Worte eines von Erdoğan transferierten MKYK-Mitglieds: Unmut innerhalb der Partei wächst
Die Äußerungen des neuen MKYK-Mitglieds, das von Präsident Erdoğan transferiert wurde, sollen innerhalb der Partei für großes Schweigen gesorgt haben.
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Die Sitzung des zentralen Entscheidungs- und Verwaltungsausschusses (MKYK) der AKP endete mit einem ungewöhnlichen Moment.
Wie die Journalistin Nuray Babacan berichtet, löste die Rede des neu beigetretenen MKYK-Mitglieds, in der es erklärte, dass die Partei von ihren früheren Werten abgewichen sei, bei der Sitzung einen kurzen Schock und anschließend tiefes Schweigen aus.
Das betreffende AKP-Mitglied betonte, dass sich die Partei von ihren Gründungsprinzipien entfernt habe, und äußerte, dass man „davon ablassen müsse, den Bürgern aus den Fenstern von Luxusautos heraus Geduld zu predigen“.
SITZUNGEN SIND KEINE LÖSUNGSPLATTFORMEN MEHR, SONDERN PRÄSENTATIONSVERANSTALTUNGEN
Die Kritik innerhalb der AKP weist seit langem verstärkt darauf hin, dass die Sitzungen des zentralen Exekutivkomitees (MYK) und des MKYK keine effektiven Plattformen mehr für politische Gestaltung oder die Diskussion von Fehlern seien.
Viele Namen in der Partei geben an, dass die Sitzungen meist mit den Bewertungen von Präsident Recep Tayyip Erdoğan beginnen und mit Präsentationen der Minister und stellvertretenden Parteivorsitzenden enden. Dies lasse keinen Raum für umfassende Verhandlungen.
In der Rede des neuen MKYK-Mitglieds wurde betont, dass der gemeinsame Verstand innerhalb der Partei geschwächt sei und Ämter dazu genutzt werden sollten, „Macht zu verleihen“, anstatt „Macht zu beziehen“. Solche Äußerungen zeigen, dass auch das Vertrauen in die Regierung innerhalb der Partei erodiert.
Nach den Erklärungen des neuen Mitglieds soll die Sitzung mit den Worten „die Verhandlung ist beendet“ geschlossen worden sein. Babacan berichtete zudem, dass der Unmut darüber wachse, dass ehemalige Politiker und Provinzverantwortliche der Partei von den Prozessen ausgeschlossen würden.
Babacan wies darauf hin, dass innerhalb der Partei zunehmend darüber gesprochen werde, dass die MYK- und MKYK-Sitzungen mit dem Übergang zum Präsidialsystem ihre Funktion als Orte der Selbstkritik und politischen Revision verloren hätten.