Transferkrise bei der AKP: 'Tiefe Unruhe innerhalb der Partei'
Die Nachwirkungen des AKP-Parteitags halten an. Es wird berichtet, dass die schnelle Aufnahme einiger Persönlichkeiten, die von anderen Parteien zur AKP gewechselt sind, in die Parteiführung für Unmut innerhalb der Partei sorgt.
12punto
Die schnelle Berufung einiger Persönlichkeiten, die nach ihrem Austritt aus anderen Parteien der AKP beigetreten sind, in hochrangige Positionen innerhalb der Parteiführung hat für Unruhe in der Partei gesorgt.
Es heißt, dass einige Mitglieder, die seit Jahren in der Partei politisch aktiv sind, auf diese Neuzugänge mit Unmut reagieren und Kommentare wie „In der AKP brodelt es“ die Runde machen.
Die Nefes-Autorin Nuray Babacan verwendete in ihrem Artikel, in dem sie die jüngsten Entwicklungen bewertete, den Ausdruck „In der AKP brodelt es“.
Babacan erklärte, dass es für großen Unmut sorge, wenn transferierte Personen innerhalb von 24 Stunden in die Parteiführung oder sogar in die Parteizentrale berufen würden. Sie betonte, dass langjährige Parteimitglieder durch diese schnellen Aufstiege in eine schwierige Lage geraten seien.
KEINE KURDISCHEN VERTRETER MEHR MEHR
Babacan wies darauf hin, dass das regionale Gleichgewicht im MKYK gestört sei, und berichtete, dass die Zahl derer wachse, die beklagten, dass in der Parteiführung kaum noch kurdische Vertreter vorhanden seien.
Darüber hinaus verwies sie in ihrem Artikel mit dem Titel „Transferkrise in der AKP“ darauf, dass sich der Widerstand derjenigen, die sich für die Partei eingesetzt haben, verstärke und dass es Kommentare gebe, wonach die Transferkultur überbewertet werde.
Es wurde geäußert, dass Präsident Erdoğan mit diesen Transfers denjenigen, die der Partei beitreten wollen, die Botschaft sende: „Wenn ihr kommt, lasse ich euch an allen Möglichkeiten der Macht teilhaben.“
ZIEL 360
Erdoğans Haltung ziele darauf ab, bei kritischen Abstimmungen in der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) die Zahl von 360 Stimmen zu erreichen; es kursieren sogar Behauptungen, dass für diese Zahl bereits Verhandlungen geführt würden.
Ein weiterer Kritikpunkt war die Störung des regionalen Gleichgewichts im MKYK. Insbesondere das Fehlen von Vertretern aus Ost- und Südostanatolien stieß in einer Zeit, in der es um den Öffnungsprozess und Botschaften an die kurdische Bevölkerung geht, auf Kritik.