Überraschung für İmamoğlu in den Hochburgen von AKP und MHP: Große Unterstützung für die CHP
Bei einer Veranstaltung der CHP in Bayburt im Rahmen der „Wir schützen den Volkswillen“-Aktionen stellte sich heraus, dass die Mehrheit der Bevölkerung in der als AKP-MHP-Hochburg bekannten Stadt den Anschuldigungen gegen İmamoğlu keinen Glauben schenkt.
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Die CHP setzt ihre gleichzeitigen Proteste in 11 Städten fort, um gegen das Gerichtsverfahren gegen den Bürgermeister der Stadt Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, und einige İBB-Beamte zu protestieren. Diese Veranstaltungen unter dem Motto „Die Nation verteidigt ihren Willen“ ziehen durch öffentliche Treffen und Forderungen nach „Freiheit für İmamoğlu“ Aufmerksamkeit auf sich.
Neben den Treffen, die die CHP in verschiedenen Bezirken Istanbuls abhält, wird in diesem Rahmen auch in anatolischen Städten öffentliche Meinung gebildet.
VERBOT DER KUNDGEBUNG IN BAYBURT HINDERTE TEILNAHME NICHT
Eine der Aktionen fand am 14. Juni in Bayburt statt, das als eine der Hochburgen der AKP gilt. Da das Gouverneursamt von Bayburt keine Kundgebung im Stadtzentrum genehmigte, fand das Treffen vor dem Genç-Osman-Stadion statt. Wie auch der CHP-Vorsitzende Özgür Özel betonte, wurde das große Interesse der Bevölkerung an der Veranstaltung trotz des Kundgebungsverbots als „Vorbote des Wandels“ interpretiert.
BEVÖLKERUNG HÄLT ANSCHULDIGUNGEN FÜR UNGLAUBWÜRDIG
Laut einem Bericht von Mustafa Bildircin von BirGün zeigen die Feldstudien und Meinungsumfragen der CHP in der Region, dass der Großteil der Bevölkerung von Bayburt die gegen Ekrem İmamoğlu erhobenen Vorwürfe nicht glaubt.
Der Umfrage zufolge liegt der Anteil derer, die die Anschuldigungen für wahr halten, bei 48 Prozent, während 52 Prozent angaben, diese Vorwürfe nicht für glaubwürdig zu halten.
UNTERSTÜTZUNG FÜR DIE CHP WURDE „ÜBERPARTEILICH“
Ein noch auffälligerer Datensatz ergab sich aus der politischen Identität der Teilnehmenden. 59 Prozent der Teilnehmer gaben an: „Ich bin kein CHP-Anhänger, ich bin nur gekommen, um gegen die Ungerechtigkeit zu protestieren“, was zeigt, dass die Veranstaltung weit über die Parteigrenzen hinausging. Dieses Bild ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass die CHP bei den Wahlen vom 31. März 2024 in Bayburt nur 4 Prozent der Stimmen erhielt.
DIE UMFRAGE AUF ÖZELS SCHREIBTISCH
In der neuesten Umfrage, die der CHP-Vorsitzende Özgür Özel bei seinem Besuch in Silivri in den vergangenen Wochen teilte, wurde der Stimmenanteil der Partei nach Verteilung der Unentschlossenen mit 40,4 Prozent gemessen. In derselben Umfrage blieb der Stimmenanteil der AKP bei 34,6 Prozent. Die CHP argumentiert, dass sie mit dieser Dynamik nicht nur politisch wachse, sondern auch durch die massenhafte Unterstützung auf Basis der „Verteidigung des Volkswillens“.
Während die CHP-Führung die Ansicht vertritt, dass die Gerichtsverfahren gegen İmamoğlu politisiert seien, kündigte sie an, dass die Treffen mit der Bevölkerung und die Proteste in der gesamten Türkei fortgesetzt werden. Parteikader bereiten sich darauf vor, in diesem Rahmen auch die Forderung nach „vorgezogenen Neuwahlen“ wieder auf die Tagesordnung zu setzen.