Unruhe hinter den Kulissen der AKP: Ist es Zeit für Mehmet Şimşeks Abschied? Sein Nachfolger steht angeblich schon fest
Hinter den Kulissen wird spekuliert, dass Finanzminister Mehmet Şimşek aufgrund der Schwierigkeiten in der Wirtschaftsführung und der Kritik in den regierungsnahen Medien sein Amt niederlegen könnte. Während die wirtschaftlichen Probleme der Unternehmen zunehmen, heißt es in Parteikreisen, dass bereits feststehe, wer Şimşeks Nachfolge antreten soll. Hier sind die Details...
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In den Kulissen der AKP kommt es zu kritischen Entwicklungen in der Wirtschaftsführung. Die Journalistin der Zeitung Nefes, Nuray Babacan, teilte in ihrem jüngsten Artikel wichtige Informationen aus den politischen Kreisen.
Babacan wies darauf hin, dass die aufeinanderfolgenden Steuererhöhungen und hohen Zinssätze die Wirtschaft in eine schwierige Lage gebracht haben, und berichtete, dass insbesondere die Kritik an Finanzminister Mehmet Şimşek zu einem ernsthaften Diskussionsthema in den Kulissen geworden ist.
UNTERNEHMEN UNTER ZINSLAST
Babacan brachte auch Behauptungen zur Sprache, wonach ein Unternehmen 25 Mitarbeiter entlassen habe, um das vorhandene Kapital in Zinsanlagen zu investieren. Sie schrieb, dass die Hinwendung eines Unternehmens der Industrie- und Handelskammer Ankara (ASO) zu Zinsgeschäften ein Indikator dafür sei, wie schwierig die aktuelle Lage in der Geschäftswelt sei.
In Regierungskreisen wird geäußert, dass die hohen Zinssätze Unternehmen, die keine ausreichende Gewinnspanne für ihre Geschäftstätigkeit erzielen können, in eine große Sackgasse führen. Kommentare wie „Kein Unternehmen kann mit 50 Prozent Gewinn arbeiten. Wenn die Zinsen so weitergehen, wird niemand mehr übrig bleiben, der investiert“, machen in den Kulissen die Runde.
MEHMET ŞİMŞEK SOLL SEIN AMT NIEDERLEGEN
Babacan berichtete, dass sich in den Kulissen das Gerücht verbreitet habe, Şimşek werde sein Amt im Herbst niederlegen und Cevdet Yılmaz werde zu seinem Nachfolger ernannt. „Şimşek betont bei jeder Gelegenheit, dass er im Amt bleiben wird, aber in den Kulissen wird insbesondere für den Herbst über eine neue Veränderung gesprochen“, so Babacan, die zudem schrieb, dass die innerhalb der AKP entstandenen Gruppierungen solche Behauptungen in den Vordergrund rücken.
INVESTITIONSPOLITIK DER REGIERUNG IN DER KRITIK
Andererseits wird erklärt, dass Şimşeks Erklärungen und Strategien zur Sanierung der Wirtschaft in eine immer schwierigere Lage geraten. Hohe Zinsen und steigende Steuern erhöhen die Schwierigkeiten für die Wirtschaftsverantwortlichen und den Druck der Öffentlichkeit.
In Regierungskreisen wird kommentiert: „Die Betriebe sind in einer sehr schwierigen Lage, kleine und mittlere Unternehmen stehen kurz vor dem Bankrott.“ Insbesondere das letzte Quartal des Jahres bereitet große Sorgen. Die anhaltende Zunahme von Insolvenzverfahren und die Tatsache, dass viele Unternehmen Konkurs anmelden, werfen Fragen zur Wirksamkeit der Wirtschaftspolitik der Regierung auf.
ŞİMŞEKS UNBEHAGEN GEGENÜBER DEN MEDIEN
Babacan schrieb zudem, sie habe in den Kulissen gehört, dass Şimşek insbesondere über die Kritik aus den regierungsnahen Medien verärgert sei und dies dem Präsidenten mitgeteilt habe. Es kursieren Behauptungen, wonach Şimşek gesagt haben soll: „Ich verstehe, dass die Opposition kritisiert, aber die Haltung unserer eigenen Freunde in einer solchen Zeit ist unverständlich.“
Politiker und Geschäftsleute in Ankara betonen insbesondere die Schwierigkeiten und das Schließungsrisiko für kleine und mittlere Unternehmen. Babacan teilte eine weitere wichtige Information aus den Kulissen mit: „Es wird darüber gesprochen, dass kleine Unternehmen vor einer großen Wirtschaftskrise stehen, viele Firmen in verschiedenen Sektoren Insolvenz anmelden werden und sie sich in einer wirtschaftlich sehr schwierigen Lage befinden.“