Weiterer Antrag auf politisches Verbot gegen İmamoğlu: Neue Anklageschrift erstellt
Gegen den Präsidentschaftskandidaten und inhaftierten Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, wurde ein Verfahren wegen eines angeblich gefälschten Diploms eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft behauptet, das vor 31 Jahren ausgestellte Diplom sei „betrügerisch“. In der Anklageschrift werden für İmamoğlu bis zu 8 Jahre und 9 Monate Haft sowie ein politisches Verbot gefordert.
12punto
Nach der Annullierung des Universitätsdiploms, das der inhaftierte Bürgermeister von Istanbul (İBB) und Präsidentschaftskandidat Ekrem İmamoğlu im Jahr 1993 erhalten haben soll, ist die Staatsanwaltschaft aktiv geworden.
Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul hat die Ermittlungen bezüglich des Diploms abgeschlossen und eine Anklageschrift erstellt.
Die erstellte 20-seitige Anklageschrift stützt sich auf den Vorwurf der „Urkundenfälschung in Tateinheit“.
In der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft wird argumentiert, dass İmamoğlu sein Diplom auf betrügerische Weise erlangt habe und an diesem Prozess „bewusst teilgenommen“ habe. In der Anklageschrift fielen folgende Formulierungen auf:
„Es wurde festgestellt, dass es während des Universitätsstudiums des Angeklagten Ekrem İmamoğlu Unregelmäßigkeiten bei der Notenvergabe gab und die Abschlussverfahren abgeschlossen wurden, obwohl die erforderlichen Credits und Anwesenheitsbedingungen nicht erfüllt waren; daher ist das Diplom ungültig.“
UNIVERSITÄT REICHTE VERTEIDIGUNG EIN
Bezüglich der besagten Ermittlungen reichte die Universität Istanbul gestern eine 500-seitige Verteidigungsschrift ein. Damit wurde die Anklageschrift in dem am 22. Februar begonnenen Ermittlungsverfahren nach 133 Tagen fertiggestellt.
WAS WAR GESCHEHEN?
Das Universitätsdiplom von İmamoğlu wurde durch einen Beschluss des Vorstands der Universität Istanbul vom 18. März annulliert. Die Zustellung des Bescheids über diese Entscheidung erfolgte 55 Tage später.