Woher kommt Trumps Zuneigung zu Erdoğan? Er sagt: 'Ich kann diesen Mann dazu bringen, zu tun, was ich will'
Die Äußerungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, „Ich mag Erdoğan, und er mag mich“, haben für Diskussionen gesorgt. Der Journalist Can Ataklı erläuterte den Grund für diese Worte Trumps. Ataklı erklärte: „Trump begründet seine Zuneigung zu Erdoğan mit der Bequemlichkeit, ihn dazu bringen zu können, das zu tun, was er will.“
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Die Aussage des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, „Ich liebe Erdoğan, und er liebt mich“, enthält eine Botschaft, die für die internationalen Beziehungen bemerkenswert ist. Der Journalist Can Ataklı bewertete die wahre Absicht und die Hintergründe dieser Worte Trumps.
ER ÜBTE DRUCK AUS UND BEKAM, WAS ER WOLLTE
Ataklı sagte, dass Trump mit diesen Worten eigentlich nicht seine Zuneigung zu Erdoğan zum Ausdruck bringe, sondern den politischen Druck, den er auf ihn ausgeübt habe, und die Ergebnisse, die er erzielt habe. „Trump sagt eigentlich Folgendes: ‚Ich habe diesen Mann dazu gebracht, zu tun, was ich wollte.‘ Und er erklärt dies anhand von Beispielen. Er erinnert beispielsweise an den Fall des Pastors Brunson. Er übte Druck auf die Türkei aus und bekam, was er wollte.“
"WAS AMERIKA SAGT, PASSIERT"
In seiner Bewertung wies Ataklı darauf hin, dass die Türkei in ihrer Außenpolitik, insbesondere gegenüber den USA, zwar ein Bild von angeblicher Standhaftigkeit vermittle, dies in der Praxis jedoch nicht der Fall sei:
„Erdoğan sagt oft, dass er gegen den amerikanischen Imperialismus sei. Wenn wir uns jedoch die Taten ansehen, ist die Situation anders. Können wir im östlichen Mittelmeer nach Öl suchen? Nein. Können wir südlich von Zypern operieren? Nein. Können wir in der Ägäis Präsenz zeigen? Selbst Erdoğan sagt, dass die Inseln besetzt seien, dies aber nicht von Dauer sein werde. Was bedeutet das? Während seiner Amtszeit konnte man die von den USA gezogenen Grenzen nicht überschreiten.“
„TRUMPS ZUNEIGUNG IST NICHT AUFRICHTIG, SONDERN PRAGMATISCH“
Can Ataklı erklärte, dass hinter Trumps Worten „Ich liebe Erdoğan“ weder Freundschaft noch politische Nähe stecke, und fügte hinzu:
„Trump sagt: ‚Ich liebe Erdoğan, und er liebt mich.‘ Aber wir haben von Erdoğan noch nie ein solches Liebesbekenntnis gegenüber Trump gehört. Erst recht nicht nach diesem Brief voller Beleidigungen... Bei Trumps Äußerungen geht es weniger um die Zuneigung zu Erdoğan als vielmehr um die Genugtuung, Erdoğan gelenkt haben zu können. Eine Art Machtdemonstration. Trump nennt ohnehin jeden ‚meinen Freund‘. Hat er das nicht seinerzeit sogar über Assad gesagt?“
"WENN AMERIKA SAGT, 'HALT DICH DA RAUS', DANN HÄLT MAN SICH DA RAUS"
Ataklı machte auch auf den faktischen Einfluss der USA auf die Türkei aufmerksam:
„Wenn Amerika sagt: ‚Halt dich da raus‘, dann kann die Türkei sich dort nicht einmischen. Im östlichen Mittelmeer, in der Ägäis oder auf Zypern kann keine Aktivität entfaltet werden. Das zeigt, warum Trump so selbstbewusst spricht.“