Gemeinde, die zweimal von der CHP gewonnen wurde, geht an die AKP
Nach der Suspendierung von Ali Demirçalı gewann der CHP-Kandidat beide daraufhin abgehaltenen Wahlen. Das Gericht entschied nun, das Amt dem AKP-Politiker Tarık Özünal zu übertragen.
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Im Bezirk Yüreğir in Adana wurde im Prozess um die kommissarische Leitung der Stadtverwaltung eine bemerkenswerte gerichtliche Entscheidung getroffen. Nachdem der Bürgermeister von Yüreğir, Ali Demirçalı, am 21. April aufgrund einer in einem Gerichtsverfahren verhängten Strafe vom Innenministerium suspendiert worden war, fanden im Gemeinderat zwei Wahlen statt.
Bei der ersten Wahl zum kommissarischen Bürgermeister gewann der CHP-Kandidat Cafer Boyraz mit 21 Stimmen, während der AKP-Kandidat Tarık Özünal 15 Stimmen erhielt. Nach dem Einspruch der AKP gegen das Ergebnis wurde der Fall vor Gericht gebracht.
Das 2. Verwaltungsgericht von Adana erließ nach dem Antrag eine einstweilige Verfügung und ordnete die Wiederholung der Wahl zum kommissarischen Bürgermeister an. Nach dieser Entscheidung wurde am 31. Juli im Gemeinderat von Yüreğir zum zweiten Mal gewählt.
Auch bei der zweiten Wahl änderte sich das Ergebnis nicht; der CHP-Kandidat Cafer Boyraz wurde erneut zum kommissarischen Bürgermeister gewählt. Die AKP legte jedoch auch gegen dieses Wahlergebnis Einspruch ein und brachte die Angelegenheit erneut vor Gericht.
Mit der jüngsten Entscheidung des 2. Verwaltungsgerichts von Adana wurde beschlossen, das Amt des kommissarischen Bürgermeisters von Yüreğir dem AKP-Politiker Tarık Özünal zu übertragen. Somit ist das Amt des kommissarischen Bürgermeisters an den AKP-Politiker Özünal übergegangen, obwohl der CHP-Kandidat in zwei getrennten Wahlen jeweils die meisten Stimmen erhalten hatte.