Gökhan Günaydın nach Aufhebung der einstweiligen Verfügung: Ich werde mein Amt als Fraktionsvorsitzender fortsetzen
Der stellvertretende CHP-Fraktionsvorsitzende Gökhan Günaydın äußerte sich im türkischen Parlament (TBMM) nach der Aufhebung der gegen ihn verhängten einstweiligen Verfügung und erklärte, dass er sein Amt weiter ausüben werde.
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Die einstweilige Verfügung gegen den stellvertretenden CHP-Fraktionsvorsitzenden Gökhan Günaydın, der von der CHP-Parteiführung mit dem Antrag auf einen endgültigen Parteiausschluss an das Hohe Disziplinarkomitee verwiesen worden war, wurde aufgehoben. Nach der Entscheidung erklärte Günaydın gegenüber Journalisten im Parlament, dass er sein Amt als stellvertretender Fraktionsvorsitzender fortsetzen werde.
In Bezug auf sein Büro im Parlament sagte Günaydın: „Wir hängen nicht an einem Büro. Aber so wie die Parlamentsverwaltung mitten in der Nacht das Schild für den stellvertretenden Fraktionsvorsitz von unserer Tür entfernt hat, muss sie es nun wieder anbringen.“
Günaydın reagierte auch auf die Vorwürfe gegen ihn und erklärte, dass eine Person vor etwa einem Jahr behauptet habe, er habe „auf dem Parteitag Geld verteilt“. Daraufhin habe er sowohl Strafanzeige erstattet als auch eine Zivilklage auf Schadensersatz eingereicht.
Günaydın wies darauf hin, dass die Person, die in den Akten als Quelle der Behauptung genannt wurde, ausgesagt habe: „Ich habe so etwas nicht gesagt. Denn ich habe keine solche Beobachtung gemacht.“ Er fügte hinzu: „Das ist der aktuelle Stand. Aufgrund dieser Situation trennt die AKP-Justiz einerseits meine Akte ab und schickt sie an das Parlamentsbüro. Meine Partei wiederum verhängt deswegen eine einstweilige Verfügung und ein Ausschlussverfahren. Jetzt haben sie das erkannt und einen Rückzieher gemacht.“
Günaydın betonte, dass es für ihn persönlich nicht um eine Machtfrage gehe, und sagte, dass die Aussicht auf einen Parteiausschluss „einen Schmerz in den Tiefen seines Herzens“ ausgelöst habe. Er erklärte, dass die Angelegenheit nicht nur ihn betreffe: „Es ist ein gemeinsames Anliegen der Partei und unserer neun Freunde. Ich hoffe, dass dieser Unsinn auch für die anderen Freunde so schnell wie möglich ein Ende findet.“