Großer Widerspruch in İmamoğlus Spionageermittlung: Trotz Spionagevorwürfen frei gereist

Es hat sich herausgestellt, dass Hüseyin Gün, der im Zentrum der „politischen Spionage“-Ermittlungen gegen den inhaftierten CHP-Präsidentschaftskandidaten Ekrem İmamoğlu steht, trotz einer Anzeige monatelang mehrfach in die Türkei ein- und ausreisen konnte, ohne dass sein Reisepass mit einer Beschränkung belegt wurde.

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Im Zusammenhang mit der „politischen Spionage“-Ermittlung gegen den stellvertretenden CHP-Vorsitzenden und inhaftierten Präsidentschaftskandidaten Ekrem İmamoğlu sind bemerkenswerte Details über die Reisen und den Status von Hüseyin Gün, der Hauptfigur des Verfahrens, ans Licht gekommen. Es wurde festgestellt, dass Gün trotz einer Anzeige durch Ü.D.A., den Sohn seiner Ziehmutter, nach der Meldung mehrfach in die Türkei ein- und ausreiste und keinerlei Beschränkungen für seinen Reisepass verhängt wurden.

Laut einem Bericht von Can Bursalı von Gazete Pencere rief Ü.D.A. am 2. März 2025 den Notruf 112 an und behauptete, Hüseyin Gün arbeite für die USA und Israel. Nach dieser Anzeige nahm die Abteilung für Terrorismusbekämpfung der Istanbuler Polizei am 6. März die Aussage von Ü.D.A. auf.

In seiner Aussage behauptete er, Gün stehe nicht nur mit den USA und Israel, sondern auch mit dem britischen Geheimdienst in Kontakt, habe einen Putschversuch in Usbekistan organisiert, nutze verschlüsselte Telefone und äußere sich negativ über Präsident Erdoğan. Trotz dieser schwerwiegenden Anschuldigungen wurde Hüseyin Gün jedoch weder festgenommen noch mit einem Ausreiseverbot belegt.

EIN- UND AUSREISEN IN DIE TÜRKEI

Es wurde festgestellt, dass Hüseyin Gün nach der Anzeige vom 2. März mehrfach in die Türkei ein- und ausgereist ist. Gün, der am 4. April aus den USA und am 29. Mai aus Griechenland in die Türkei zurückkehrte, reiste in diesem Zeitraum auch in andere Länder wie Ruanda und Griechenland. Bei keiner dieser Reisen wurde eine Beschränkung für Güns Reisepass verhängt, und er stieß an den Grenzübergängen auf keinerlei Hindernisse.

AM 30. JUNI GEFASST, AKTE AUF İMAMOĞLU GELENKT

Hüseyin Gün wurde am 30. Juni gefasst. In der Ermittlungsakte gegen ihn kam jedoch ein bemerkenswertes Detail zum Vorschein. In seiner Aussage vom 4. Juli fielen weder der Name von Ekrem İmamoğlu noch der von Necati Özkan. Gün gab lediglich an, den Journalisten Merdan Yanardağ „über seine Ziehmutter kennengelernt“ zu haben. Dennoch wurde die Ermittlungsakte im weiteren Verlauf auf die Stadtverwaltung von Istanbul (İBB) und Ekrem İmamoğlu gelenkt.

TROTZ „SPIONAGE“-VORWÜRFE FREI UNTERWEGS

Es wurde deutlich, dass Hüseyin Gün, der in den regierungsnahen Medien als „gefährlicher Spion“ dargestellt wurde, nach der Anzeige etwa vier Monate lang frei reisen konnte und auf keine rechtlichen Hindernisse stieß. Während dieser Zeit unterlag Gün bei seinen Auslandsreisen keinerlei Passbeschränkungen oder Grenzsperren.