Hakan Fidans Botschaften an die PKK sorgen im Irak für Gesprächsstoff
Die Äußerungen von Außenminister Hakan Fidan, dass die PKK aus dem Irak vertrieben werden müsse, haben in der Regierung in Bagdad eine Debatte ausgelöst. Ankara hat nun auf die Vorwürfe reagiert.
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Die Erklärungen von Außenminister Hakan Fidan, die er in einem Fernsehsender abgab und in denen er auf die Präsenz der Terrororganisation PKK im Irak aufmerksam machte, stießen bei der Regierung in Bagdad auf Kritik. Insbesondere Fidans Aussage, dass die PKK aus irakischem Staatsgebiet entfernt werden müsse und dass „der irakische Staat in dieser Angelegenheit einen Willen zeigen muss“, löste diplomatische Reaktionen zwischen den beiden Ländern aus.
Irakische Medien berichteten, dass der türkische Botschafter in Bagdad, Anıl Bora İnan, nach diesen Äußerungen in das irakische Außenministerium einbestellt wurde. Die Behauptung, dass die Erklärungen Ankaras als Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Iraks gewertet würden, wurde im Land zum Diskussionsthema.
Der Sprecher des Außenministeriums, Öncü Keçeli, äußerte sich in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Konto zu dem Thema. In Keçelis Erklärung hieß es: „Wir weisen die Verzerrung der Äußerungen unseres Ministers durch bestimmte Kreise zurück, die diese aus dem Kontext reißen und behaupten, es handele sich um eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Iraks.“
Sprecher Keçeli wies darauf hin, dass die Erklärungen von Minister Fidan in dem Fernsehinterview vom 9. Februar 2026 von einigen irakischen Medien falsch wiedergegeben wurden, und betonte, dass das Ziel sei, die Zusammenarbeit zwischen der Türkei und dem Irak in den Bereichen Sicherheit und Terrorismusbekämpfung in naher Zukunft weiter auszubauen.
In derselben Erklärung hieß es: „Die Äußerungen unseres Ministers in dem besagten Interview zielen darauf ab, auf die Bedrohung aufmerksam zu machen, die die PKK-Terrororganisation, die sich in Teilen des irakischen Territoriums, insbesondere in Sindschar, Machmur und Kandil, eingenistet hat, auch für die territoriale Integrität und Sicherheit des Iraks darstellt, basierend auf diesem Verständnis der Zusammenarbeit.“
Öncü Keçeli setzte seine Erklärung wie folgt fort:
„Unser Minister hat in diesem Zusammenhang unsere Entschlossenheit unterstrichen, die Terrororganisation – wie auch in Syrien – vollständig aus dem irakischen Raum zu entfernen, sowie die Notwendigkeit, unsere bestehende Zusammenarbeit mit der irakischen Regierung in diesem Bereich weiter zu verstärken. Vor diesem Hintergrund weisen wir die Verzerrung der Äußerungen unseres Ministers durch bestimmte Kreise zurück, die diese aus dem Kontext reißen und behaupten, es handele sich um eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Iraks. Bei dieser Gelegenheit bekräftigen wir als Türkei unsere Unterstützung für die territoriale Integrität und Souveränität unseres Nachbarn Irak.“