Überraschende Verteidigung in der IBB-Akte: Bei Şahin wurden Drogen gefunden – „Ich bin AKP-Anhänger“
Im Rahmen der Ermittlungen gegen die Stadtverwaltung Istanbul (IBB) wurden in der Wohnung des Geschäftsmannes Mehmet Şahin, dessen Name in den Akten auftaucht, Betäubungsmittel sichergestellt. Der festgenommene Şahin erklärte in seiner Aussage zu den Telefonaufzeichnungen und den bei ihm gefundenen Drogen: „Ich unterstütze die AKP, ich habe keine Verbindung zur IBB oder zur CHP.“
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Im Rahmen der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft gegen die Stadtverwaltung Istanbul (IBB) geführten Ermittlungen sind neue Details über Mehmet Şahin bekannt geworden, den Inhaber der in Beylikdüzü ansässigen Firma Abat Sağlık Hizmetleri Sanayi Ticaret Limited Şirketi.
Şahin, der auch als Immobilienberater tätig sein soll, wurde im Zuge der Ermittlungen festgenommen; bei einer Durchsuchung seiner Wohnung wurden Betäubungsmittel sichergestellt.
NAME IN DER IBB-ERMITTLUNGSAKTE AUFGETAUCHT
Wie bekannt wurde, tauchte der Name von Mehmet Şahin in der Akte aufgrund von Telefonaten mit dem Bauunternehmer Adem Soytekin auf, der von der Kronzeugenregelung Gebrauch machte. Diese Gespräche von Şahin sollen Teil der zweiten Ermittlungswelle gegen die IBB sein.
Am 27. April 2025 führten Beamte der Abteilung zur Bekämpfung von Finanzkriminalität eine Durchsuchung in Şahins Wohnsitz in Büyükçekmece sowie in seiner Klinik in Beylikdüzü durch.
BETÄUBUNGSMITTEL IN DER WOHNUNG SICHERGESTELLT
Bei der Durchsuchung der Wohnung von Mehmet Şahin, der in den Ermittlungen der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft als „Beschuldigter“ geführt wird, wurden 11,33 Gramm Betäubungsmittel sowie vier konsumfertige Portionen einer als „Cigaralık“ bezeichneten Substanz mit einem Gesamtgewicht von 5,30 Gramm gefunden.
Neben den sichergestellten Substanzen wurden zudem eine große Menge an Devisen und türkischen Lira-Banknoten sowie legale und illegale Schusswaffen verzeichnet.
SICHERGESTELLTE GEGENSTÄNDE EINZELN AUFGELISTET
Die bei der Durchsuchung von Şahins Wohnung beschlagnahmten Materialien wurden in den Protokollen wie folgt aufgeführt:
1220 Stück 200-TL-Banknoten
1000 Stück 100-Euro-Banknoten
500 Stück 50-Euro-Banknoten
100 Stück 50-Euro-Banknoten
Jagdgewehr der Marke Rossi
Pistole mit der Aufschrift „Made in Germany“, Magazin und 6 Patronen
11,33 Gramm Betäubungsmittel
4 konsumfertige Portionen Betäubungsmittel mit 5,30 Gramm
Die genannten Materialien wurden gemäß dem Beschluss des 9. Friedensgerichts Istanbul mit der Aktennummer 2025/4925 D. İş beschlagnahmt.
Zu den Telefonaten mit Adem Soytekin, die ihn in die Ermittlungen brachten, gab Mehmet Şahin an, dass diese nicht geschäftlicher Natur, sondern auf einer persönlichen Freundschaft begründet seien.
In seiner Aussage vor der Staatsanwaltschaft am 27. April 2025 erklärte Şahin, dass es zwischen ihm und Soytekin zu gegenseitigen Darlehen gekommen sei, was auf eine 15-jährige Freundschaft zurückzuführen sei. Şahin räumte ein, dass die HTS-Aufzeichnungen (Telefonverbindungsdaten) korrekt seien, betonte jedoch, dass die Gespräche nicht im Rahmen geschäftlicher Aktivitäten stattgefunden hätten.
VERWEIS AUF DIE AKTE BÜYÜKÇEKMECE
Şahin argumentierte, dass sich die in den Telefonaufzeichnungen erwähnten Gespräche auf ein separates Ermittlungsverfahren der Generalstaatsanwaltschaft Büyükçekmece bezögen. Er habe den Namen Adem Soytekin im Zusammenhang mit Problemen beim Kauf einer Wohnung von der Firma Muscan İnşaat gehört und ihn deshalb kontaktiert, um Informationen einzuholen.
„ICH KANN KEINE BEZIEHUNG ZUR IBB ODER CHP HABEN“
Laut einem Bericht der Zeitung Gazete Pencere betonte Mehmet Şahin in seiner Verteidigung auch seine politische Einstellung. Er gab an, bei den Kommunalwahlen 2024 den AKP-Bürgermeisterkandidaten für Büyükçekmece, Recep Erol, aktiv unterstützt zu haben, und dass er im Rahmen dieser Unterstützung auch seinen Dienstwagen und sein Büro zur Verfügung gestellt habe.
In seiner Aussage sagte Şahin: „Ich bin AKP-Anhänger. Ich kann keinerlei Beziehung zur IBB oder zur CHP haben.“
BEHAUPTUNG: „DIE DROGEN GEHÖREN NICHT MIR“
In einer erneuten Aussage vor der Staatsanwaltschaft am 29. April 2025 erklärte Şahin bezüglich der in seiner Wohnung gefundenen Betäubungsmittel, dass diesbezüglich bereits ein separates Verfahren bei der Polizeidienststelle laufe.
Şahin bestritt, dass die Substanzen ihm gehörten, und behauptete: „Es handelt sich um eine Substanz, die ein Freund, der als Gast bei mir zu Hause war, konsumiert hat.“