İlhan Uzgel kritisiert Mekka-Abkommen: Einziges Dokument ist eine einseitige Erklärung
Der YENI-Parteipolitiker İlhan Uzgel hat eine Klärung der rechtlichen Grundlage des zwischen Saudi-Arabien, Pakistan und der Türkei unterzeichneten Mekka-Abkommens gefordert.
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Prof. Dr. İlhan Uzgel von der YENI-Partei äußerte sich auf seinem Social-Media-Kanal zu dem zwischen Saudi-Arabien, Pakistan und der Türkei unterzeichneten Mekka-Abkommen. Uzgel wies auf den Umfang des der Öffentlichkeit präsentierten Textes hin und richtete Fragen zu den Details des Abkommens an die Regierung.
In seinem Beitrag erklärte Uzgel: „Wie der pakistanische Botschafter in Ankara bestätigt hat, besteht das einzige Dokument zum Mekka-Bündnisabkommen, das bisher mit der Öffentlichkeit geteilt wurde, aus einer einseitigen Erklärung.“ Uzgel fragte: „Gibt es ein weiteres Dokument, das die militärischen, technischen und institutionellen Aspekte des Abkommens regelt?“
BETONUNG DER TBMM-ZUSTIMMUNG
Uzgel betonte, dass das Abkommen die Sicherheit der Türkei direkt betreffe, und argumentierte, dass der Text eine Bündnisklausel enthalte, die dem Artikel 5 der NATO ähnele. Aus diesem Grund müsse der Prozess gemäß Artikel 90 der Verfassung der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) vorgelegt und von dieser genehmigt werden.
Uzgel behauptete, dass der Text des Abkommens keine Bestimmungen zu institutionellen Strukturen wie Ausschüssen oder einem Sekretariat enthalte, und sagte, es sei unklar, auf welche Artikel sich die Gründung von Untereinheiten stütze. Er äußerte die Befürchtung, dass der Versuch, das Abkommen ohne die Zustimmung der TBMM zu institutionalisieren, in Zukunft Probleme bei den Genehmigungsverfahren für internationale Abkommen verursachen könnte.
Uzgel kritisierte zudem die Abhaltung eines Unterausschusstreffens in Istanbul und argumentierte, dass es rechtswidrig sei, auf der Grundlage eines Textes zu handeln, der weder von der TBMM genehmigt noch im Amtsblatt veröffentlicht wurde, als wäre er bereits in Kraft.
Uzgel verwies zudem auf die Verfahrensregeln für die Verbindlichkeit internationaler Abkommen und erklärte, dass der Text bei der UNO registriert werden müsse, sofern er den Charakter eines internationalen Abkommens habe. Da es keine öffentlichen Aufzeichnungen über eine solche Registrierung gebe, so Uzgel, werfe dies weitere Fragen zur rechtlichen Existenz des Abkommens auf.
In seinem Beitrag ging Uzgel auch auf die Sicherheitsdimension ein und erklärte, dass Bündnisabkommen Texte seien, in denen sich Staaten gegenseitig zur Sicherheit verpflichten. Uzgel argumentierte, dass die Türkei dem Risiko ausgesetzt sei, direkt in regionale Konflikte hineingezogen zu werden, und bewertete die Situation mit den Worten: „Strategische Unklarheit ist eine Sicherheitslücke in der Diplomatie.“