Imamoğlu an Erdoğan: Kann ein Mensch so viel Leid zufügen?

Der Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, wies die Sorgen um eine mögliche Einsetzung eines Zwangsverwalters für die Stadtverwaltung von Istanbul (İBB) zurück und betonte, dass die Begriffe İBB und Zwangsverwalter nicht zusammengehören. Der CHP-Vorsitzende Özgür Özel erklärte hingegen, dass man auf eine mögliche Zwangsverwaltung vorbereitet sei.

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Der Bürgermeister der Stadtverwaltung Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, antwortete auf die Frage, ob für die İBB ein Zwangsverwalter eingesetzt werden könnte, mit den Worten: "Die 16 Millionen Einwohner Istanbuls haben ein solches Thema nicht auf der Agenda. Die İBB und ein Zwangsverwalter können nicht in einem Atemzug genannt werden."

ÖZEL HATTE GESAGT, UNSER PLAN STEHT

Zum gleichen Thema erklärte der CHP-Vorsitzende Özgür Özel in einer Fernsehsendung, dass die Einsetzung eines Zwangsverwalters in Istanbul nicht möglich sei, fügte jedoch hinzu: "Für einen möglichen Fall steht unser Plan bereit."

KANN EIN MENSCH DEM VOLK SO VIEL LEID ZUFÜGEN, NUR UM SEIN AMT ZU SCHÜTZEN?

Imamoğlu kritisierte Präsident Recep Tayyip Erdoğan im Zusammenhang mit der Praxis der Zwangsverwaltung und fragte: "Kann ein Mensch dem Volk so viel Leid zufügen, nur um sein Amt zu schützen?" Zudem betonte er die Bedeutung des Dialogs zwischen den Institutionen und erklärte in Bezug auf die Absage eines Termins durch den Istanbuler Generalstaatsanwalt Akın Gürlek: "Versuchen Sie es erneut, fordern Sie den Termin wieder an."

Auf die Frage nach einer möglichen Präsidentschaftskandidatur antwortete İmamoğlu, dass ihre derzeitige Priorität darin bestehe, sich gegen Rechtswidrigkeit und Ungerechtigkeit zu stellen, und sagte: "Wenn die Zeit gekommen ist, wird das Volk entscheiden."