Imamoğlus Anwalt gibt bekannt: EGMR wird den Fall Imamoğlu vorrangig prüfen
Mehmet Pehlivan, der Anwalt von Imamoğlu, gab bekannt, dass der beim EGMR eingereichte Antrag vorrangig behandelt wird. Gegen Imamoğlu wird wegen Korruption und anderer Straftaten eine Freiheitsstrafe von bis zu 2.430 Jahren gefordert.
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Mehmet Pehlivan, der Anwalt des inhaftierten Bürgermeisters von Istanbul (IBB) und CHP-Präsidentschaftskandidaten Ekrem Imamoğlu, hat eine Erklärung zu dem beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) eingereichten Antrag bezüglich der Inhaftierung von Imamoğlu abgegeben.
In einem Beitrag auf dem X-Account von Pehlivan heißt es:
"An die Öffentlichkeit. Uns wurde offiziell mitgeteilt, dass unser beim EGMR eingereichter Antrag bezüglich der ungerechtfertigten Inhaftierung meines Mandanten Ekrem Imamoğlu vorrangig geprüft wird. Diese Entscheidung des EGMR, den Fall vorrangig zu behandeln, ist eine Entscheidung, die bei Anträgen aus der Türkei bisher nur selten getroffen wurde. Rechtsanwalt Mehmet Pehlivan."
BIS ZU 2.430 JAHRE HAFT GEFORDERT
Der IBB-Bürgermeister Imamoğlu wurde im März im Rahmen einer Korruptionsermittlung gegen die Stadtverwaltung von Istanbul verhaftet.
In dem Prozess, der am 9. März 2026 vor dem 40. Schwurgericht in Istanbul beginnen soll, wird für Imamoğlu wegen der Vorwürfe der "Gründung einer kriminellen Vereinigung", "Erfassung personenbezogener Daten", "Beschaffung und Verbreitung personenbezogener Daten", "Verbergen von Beweismitteln", "Behinderung der Kommunikation", "Beschädigung von öffentlichem Eigentum", "Bestechung", "öffentliche Verbreitung irreführender Informationen", "Erpressung", "Betrug zum Nachteil öffentlicher Institutionen", "Geldwäsche", "Manipulation von Ausschreibungen", "vorsätzliche Umweltverschmutzung" sowie "Verstöße gegen das Steuergesetz, das Waldgesetz und das Bergbaugesetz" eine Gesamtfreiheitsstrafe von 849 Jahren bis zu 2.430 Jahren und 6 Monaten gefordert.