İYİ-Partei kommentiert Rücktritte als 'Interessenkalkül': 'Wir sehen es als Reinigungsprozess'

Parteiquellen äußerten sich zu den aufeinanderfolgenden Rücktritten in der İYİ-Partei und betonten, dass sie die Austritte nicht nachvollziehen könnten und Interessenkalküle dahinter vermuteten. Sie bewerteten die Vorfälle als einen 'Reinigungsprozess'.

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Die İYİ-Partei, die bei den Parlamentswahlen am 14. Mai mit 43 Abgeordneten in die Große Nationalversammlung der Türkei (TBMM) einzog, hat in den vergangenen 16 Monaten insgesamt 13 Abgeordnete verloren.

Die zuletzt aus der İYİ-Partei ausgetretenen Abgeordneten sind der Abgeordnete für Kayseri, Dursun Ataş, und der Abgeordnete für İzmir, Ümit Özlale.

Während Ataş seinen Rücktritt in einer schriftlichen Erklärung als 'notwendig und unvermeidlich' bezeichnete, ohne jedoch den Grund für seinen Austritt zu nennen, begnügte sich Özlale mit der Aussage: "Hiermit gebe ich mit Respekt gegenüber der Öffentlichkeit bekannt, dass ich von meinen Ämtern in meiner Partei sowie aus der Partei selbst zurücktrete."

Wie Gazete Duvar berichtet, erklärten Parteimitglieder, dass Rücktritte vor oder nach dem Parteitag vielleicht verständlich gewesen wären, man die aktuellen Austritte jedoch nicht nachvollziehen könne. Es wurde die Einschätzung geäußert: “Wenn es keine Begründung oder Erklärung gibt, stecken hier nur persönliche Gründe und gewisse Interessenkalküle dahinter. In diesem Fall betrachten wir die erfolgten Rücktritte als einen Reinigungsprozess.”

Es wird darauf hingewiesen, dass die İYİ-Partei nach dem 1. Oktober, wenn das Parlament seine legislativen Arbeiten wieder aufnimmt, eine intensivere Feldarbeit beginnen wird und am 25. Oktober, dem Jahrestag ihrer Gründung, mit einer großen Zeremonie den Fahrplan für die neue Periode der Öffentlichkeit vorstellen wird.