İYİ Parti stellt 'parlamentarisches System' als Bedingung für neue Verfassung
Der türkische Parlamentspräsident Numan Kurtulmuş und der Vorsitzende der İYİ Parti, Müsavat Dervişoğlu, gaben nach einem Treffen in der Parteizentrale der İYİ Parti, der letzten Station der Gespräche über eine 'neue Verfassung', eine gemeinsame Erklärung ab. Dervişoğlu verwies im Zusammenhang mit den Verfassungsgesprächen auf das parlamentarische System.
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Der Präsident der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM), Numan Kurtulmuş, ist mit dem Vorsitzenden der İYİ Parti, Müsavat Dervişoğlu, zusammengetroffen.
Nach dem Gespräch in der Parteizentrale der İYİ Parti traten beide vor die Kameras.
'DAS IST KEINE FANTASIE'
Parlamentspräsident Kurtulmuş erklärte in seiner Stellungnahme: "Die Verfassungsdebatte in der Türkei dauert seit Jahrzehnten an. Daher haben die meisten im Parlament vertretenen Parteien einen Vorschlag für eine neue Verfassung oder eine sehr umfassende Verfassungsänderung auf ihrer politischen Agenda. Dies ist keine Fantasie, kein Wunschdenken und keine bloße Parteienangelegenheit. Um dies zu einer Verfassung der Nation zu machen, müssen wir die Plattform des Parlaments fehlerfrei nutzen. Ich hoffe, dass ein Entwurf für eine neue Verfassung mit einer Mehrheit von über 400 Stimmen im Parlament angenommen wird."
'WIR SUCHEN NACH EINEM PARLAMENTARISCHEN SYSTEM'
Der Vorsitzende der İYİ Parti, Müsavat Dervişoğlu, betonte hingegen, dass die Türkei dringendere Probleme habe, und sagte: "Wir werden keinen neuen Regelungen zustimmen, die dieses System festigen. Unsere Suche nach einem parlamentarisch-demokratischen System dauert an. Sollte es in der TBMM zu einer entsprechenden Verfassungsänderung kommen, werden wir diese dann bewerten."
Dervişoğlu fügte hinzu: "Die Verfassungsdebatten dürfen die vorrangigen Probleme nicht in den Schatten stellen. Die Türkei steckt in einem ernsten wirtschaftlichen Engpass. Unsere Menschen leben unter der Armutsgrenze. Es gibt erhebliche Probleme im Bildungswesen. Junge Menschen suchen in Visaschlangen nach einer Zukunft für sich. Im Norden der Türkei herrscht Krieg, im Osten und Westen gibt es Kriegsdrohungen. An der Südgrenze haben wir Sicherheitsprobleme. Zudem ist unser Land mit einer demografischen Invasion konfrontiert. Die Verfassungsgespräche dürfen all dies nicht überschatten."
Der Vorsitzende der İYİ Parti fügte hinzu, dass sie das geführte Gespräch in den Parteigremien diskutieren und bewerten werden.