İYİ Parti wartet auf Numan Kurtulmuş: Scharfe Kritik an İmralı-Kommission
Die İYİ Parti hat beschlossen, sich nicht an der geplanten İmralı-Kommission im Parlament zu beteiligen, die sich mit dem Anführer der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, befassen soll. Die Partei, die an ihrer Linie „Kampf statt Verhandlung mit dem Terror“ festhält, wird ihre Einwände am Montag dem Parlamentspräsidenten Numan Kurtulmuş vortragen.
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Die İYİ Parti hat ihre klare Haltung zum İmralı-Prozess, der in den letzten Tagen die politische Agenda erschüttert hat, zum Ausdruck gebracht. Die Idee zur Einrichtung einer Kommission im Parlament, die im Rahmen der Diskussionen über „Waffenabgabe und Auflösung der Organisation“ aufkam – ausgelöst durch die Äußerung des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli, „Öcalan solle im Parlament sprechen“, und die anschließenden Kontakte der DEM-Partei zu İmralı –, wurde von der İYİ Parti scharf zurückgewiesen.
Die Parteiführung, die unter dem Vorsitz von Müsavat Dervişoğlu zusammenkam, erklärte, dass sie keine Mitglieder für die geplante İmralı-Kommission entsenden und kein Teil dieses Prozesses sein werde.
WIR AKZEPTIEREN KEINE NEUE ÖFFNUNG
Den Hintergrundinformationen von Merve Kılıç aus der Zeitung Cumhuriyet zufolge bewertet die Führung der İYİ Parti die Wiederaufnahme eines Prozesses, der dem früheren Lösungsprozess ähnelt, als einen „dunklen Tunnel“. Parteiquellen betonen: „Wir werden niemals zulassen, dass die Türkei erneut auf einen Boden wie den der damaligen Öffnung geführt wird.“
Zu den wichtigsten Einwänden, die bei dem Treffen zur Sprache kamen, gehörte die Betonung: „Der Kampf gegen den Terror wird nicht durch Verhandlungen mit Öcalan oder der PKK am Verhandlungstisch geführt, sondern auf der Grundlage der Prinzipien des Rechtsstaates. Wir werden niemals akzeptieren, dass mit İmralı verhandelt wird.“
KEINE TEILNAHME AN DER KOMMISSION, ABER DARLEGUNG DER STANDPUNKTE
Obwohl die İYİ Parti dem Prozess nicht völlig den Rücken kehrt, bereitet sie sich darauf vor, ihre Kritik innerhalb demokratischer Grenzen zu äußern. Parteikader, die an dem Treffen teilnehmen werden, das Parlamentspräsident Numan Kurtulmuş am Montag einberuft, werden zum Ausdruck bringen, dass sie – wie schon beim Prozess der Verfassungsänderung – dagegen sind, dass der İmralı-Prozess „hinter verschlossenen Türen“ geführt wird.
Die Partei wird bei dem Treffen darlegen, warum sie gegen die Kommission ist, jedoch keine Mitglieder entsenden. Die Verantwortlichen sind sich einig: „Dies ist ein demokratisches Einspruchsrecht; wir werden kein Teil sein, der dem Prozess Legitimität verleiht.“
WENN EIN TISCH AUFGESTELLT WIRD, WIRD DIES DAS VOLK ABLEHNEN
Vertreter der İYİ Parti argumentieren, dass die Regierung versuche, ihre Verluste bei den Kommunalwahlen mit diesen Schritten auszugleichen, die Öffentlichkeit jedoch nicht davon überzeugt werden könne, indem man sich hinter Begriffen wie „Frieden“ verstecke.
Ein Parteifunktionär äußerte sich wie folgt:
„Wir tragen dazu bei, den Terror mit der Unterstützung des Volkes zu beenden. Aber dieser Beitrag darf nicht dadurch geleistet werden, dass dem Terroristenführer Legitimität verliehen wird. Der Kampf gegen den Terror muss im Namen des Volkes geführt werden; nicht durch das Aufstellen eines Tisches mit dem Terroristenführer.“
ERKLÄRUNG AM MONTAG
Es wird erwartet, dass die İYİ Parti nach dem Treffen am Montag eine schriftliche Erklärung an die Öffentlichkeit abgibt und ausführlich erläutert, warum sie nicht an der Kommission teilnehmen wird.