Justizminister Tunç während der Beratungen zum 10. Justizpaket auf Pilgerreise: Auch seine Stellvertreter fehlten bei der Sitzung!
Es wurde bekannt, dass Justizminister Yılmaz Tunç bei den Beratungen zum 10. Justizpaket im Justizausschuss der Großen Nationalversammlung der Türkei nicht anwesend war. Es stellte sich heraus, dass Tunç auf Pilgerreise (Haddsch) war und auch seine Stellvertreter nicht an der Sitzung teilnahmen.
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Die Beratungen über den Gesetzesentwurf zu Strafvollzug und verdeckter Amnestie in der Großen Nationalversammlung der Türkei wurden in Abwesenheit von Justizminister Yılmaz Tunç abgeschlossen.
Die Sitzungen begannen am Vortag um 16.00 Uhr und endeten am nächsten Tag um 07.00 Uhr. Dass Minister Tunç nicht an der Sitzung teilnahm, stieß bei der Opposition auf Kritik.
Dem Bericht von Sözcü zufolge stellten die Oppositionsparteien die Frage: "Wo ist der Minister?", erhielten jedoch keine Antwort. Später wurde bekannt, dass Minister Tunç sich in Saudi-Arabien aufhielt, um seine Pilgerpflicht zu erfüllen. Der CHP-Abgeordnete für Kahramanmaraş, Ali Öztunç, äußerte seine Kritik mit den Worten: "Der Herr Minister ist auf Pilgerreise, möge Gott es annehmen, aber diese Situation zeigt, wie ernst der Gesetzesentwurf genommen wird."
Öztunç wies zudem darauf hin, dass auch die stellvertretenden Minister nicht an der Sitzung teilgenommen hätten, und sagte: "Dass nicht einmal der stellvertretende Minister hier ist, lässt an der Ernsthaftigkeit des Gesetzesentwurfs zweifeln." Der Vorsitzende des Justizausschusses, Cüneyt Yüksel (AKP), antwortete darauf: "Die Verfasser des Gesetzesentwurfs haben an der Ausschusssitzung teilgenommen, von einer Respektlosigkeit kann hier keine Rede sein."