Justizminister Yılmaz Tunç antwortet auf Foltervorwürfe
Justizminister Yılmaz Tunç hat auf die Foltervorwürfe junger Menschen reagiert, die Präsident Erdoğan protestiert hatten. Tunç wies die Anschuldigungen zurück und erklärte: „Die Praktiken in den Gefängnissen erfolgen in Übereinstimmung mit der Menschenwürde.“
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Neun junge Menschen, die wegen des Protests gegen Präsident Erdoğan festgenommen wurden und fünf Tage im Gefängnis verbrachten, kündigten an, Strafanzeige zu erstatten, da sie nach eigenen Angaben gefoltert wurden. Die Jugendlichen gaben an, im Gefängnis einer Leibesvisitation unterzogen worden zu sein, ihre Kopftücher seien zerschnitten worden und man habe sie hungern lassen.
'VORWÜRFE NICHT WAHR'
Justizminister Yılmaz Tunç wies die Vorwürfe der Misshandlung in der geschlossenen Frauenstrafvollzugsanstalt Marmara während der Haushaltsberatungen seines Ministeriums für das Jahr 2025 in der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) entschieden zurück. Tunç sagte: „Eine Leibesvisitation kommt absolut nicht in Frage. Die Praktiken in den Gefängnissen werden unter Wahrung der Privatsphäre und der Menschenwürde durchgeführt.“
'KEINE EINSCHRÄNKUNGEN BEIM KOPFTUCH'
Bezüglich der Kopftuchvorwürfe äußerte sich Tunç wie folgt: „Gegenstände, die die Sicherheit einer Person gefährden könnten, unterliegen aus Sicherheitsgründen einer Kontrolle. Es gibt jedoch keinerlei Einschränkungen bezüglich des Kopftuchs. In dieser Angelegenheit wird in den sozialen Medien Desinformation betrieben.“
Tunç reagierte auf die Kopftuchkritik mit den Worten: „Wir sind durch den Kampf für das Kopftuch dorthin gekommen, wo wir heute sind. Wir wurden angeklagt, weil wir für die Freiheit des Kopftuchs unterschrieben haben. Sie werden uns sicher keine Lektion über das Kopftuch erteilen.“
WAS WAR PASSIERT?
Während Präsident Recep Tayyip Erdoğan am 29. November auf dem TRT World Forum sprach, hatte eine Gruppe protestiert und darauf hingewiesen, dass die Türkei den Handel mit Israel fortsetze.
Die 9 festgenommenen Personen wurden wegen „Beleidigung des Präsidenten“ und „Verstoßes gegen das Gesetz über Versammlungen und Demonstrationen Nr. 2911“ inhaftiert und nach 5 Tagen wieder freigelassen.
Die Jugendlichen hatten angegeben, während der Inhaftierung und im Gefängnis gefoltert worden zu sein.