Justizminister Yılmaz Tunç antwortet auf Özgür Özels „Putschversuch“-Vorwurf: „Zu Straßenprotesten aufzurufen...“
Justizminister Yılmaz Tunç reagierte auf die Äußerungen des CHP-Vorsitzenden Özgür Özel, der die Entscheidung des Kassationshofs (Yargıtay) im Fall Can Atalay als „einen Putschversuch gegen das Parlament“ bezeichnet hatte.
İHA
Der CHP-Vorsitzende Özgür Özel reagierte scharf auf die Entscheidung des Kassationshofs (Yargıtay), nachdem dieser Strafanzeige gegen die Mitglieder des Verfassungsgerichts (AYM) erstattet hatte, die zuvor eine „Verletzung der Rechte“ des inhaftierten Gezi-Prozess-Häftlings Can Atalay festgestellt hatten. Özel bezeichnete das Vorgehen des Kassationshofs als „einen direkten Putschversuch“.
Justizminister Yılmaz Tunç antwortete auf Özgür Özels „Putschversuch“-Vorwurf.
„ZU STRASSENPROTESTEN AUFZURUFEN, NUTZT NIEMANDEM“
In einem Beitrag auf seinem X-Account erklärte Tunç Folgendes:
„Es ist eine äußerst falsche und unverantwortliche Handlung, im Rahmen der Bewertungen zu den Entscheidungen des Verfassungsgerichts und des Kassationshofs bezüglich des rechtskräftigen Urteils, das aufgrund des Gezi-Aufstands gemäß Artikel 312 des türkischen Strafgesetzbuches wegen ‚Versuchs, die Regierung der Republik Türkei durch Zwang und Gewalt zu stürzen‘ ergangen ist, von einem ‚Putsch gegen das Parlament‘ zu sprechen. Die Republik Türkei ist ein Rechtsstaat. Es nutzt niemandem, Gerichtsurteile als Vorwand zu nehmen, um zu Straßenprotesten aufzurufen. In einem Rechtsstaat werden Probleme nicht auf der Straße, sondern durch die im Rechtssystem vorgesehenen Mechanismen gelöst.“
Gezi kalkışması sebebiyle Türk Ceza Kanununun 312. maddesi uyarınca, “cebir ve şiddet kullanarak Türkiye Cumhuriyeti Hükümetini ortadan kaldırmaya teşebbüs” suçundan verilen kesinleşmiş mahkumiyet hükmü sonrasında, bu hükümle ilgili olarak verilen Anayasa Mahkemesi ve Yargıtay…
— Yılmaz TUNÇ (@yilmaztunc) November 8, 2023