Justizminister Yılmaz Tunç traf sich mit DEM-Abgeordneten: Forderung der DEM ist die Verbesserung der Haftbedingungen Öcalans

Bei dem Treffen zwischen Justizminister Yılmaz Tunç und der Delegation der DEM-Partei wurden die Situation von Öcalan und das neue Justizpaket erörtert.

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Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der DEM-Partei, Sezai Temelli, teilte Details des Treffens mit Justizminister Yılmaz Tunç mit. Bei dem Gespräch wurden wichtige Themen wie das neue Justizpaket und die Situation von Öcalan behandelt.

REGELUNGEN ZUM JUSTIZPAKET

Temelli erklärte, dass bei dem Treffen Regelungen für altersbedingte kranke Häftlinge getroffen werden sollen und die als "Covid-Gesetz" bekannte Vollzugspraxis ausgeweitet werden soll. Zudem teilte er mit, dass nach der Aufhebung des Artikels 220/6 des türkischen Strafgesetzbuches durch das Verfassungsgericht entsprechende Neuregelungen geplant seien. Temelli betonte jedoch, dass diese Regelungen nicht ausreichten und die Ungleichheiten im Strafvollzugsgesetz beseitigt werden müssten.

SITUATION VON ÖCALAN UND FORDERUNGEN

Bei dem Gespräch wurde die Notwendigkeit einer Verbesserung der Haftbedingungen von Abdullah Öcalan, dem Gründer und Anführer der Terrororganisation PKK, angesprochen. Temelli gab an, dass sie die Forderung nach einer Erhöhung der Besuche auf der Insel İmralı übermittelt hätten und Minister Tunç darauf geantwortet habe, dass man im Rahmen der geltenden Gesetzgebung handle. Temelli äußerte, dass die derzeitige Gesetzgebung für die heutigen Bedingungen nicht ausreiche.

RECHT AUF HOFFNUNG UND KOBANI-PROZESS

Temelli erklärte, dass auch das Thema "Recht auf Hoffnung" zur Sprache gekommen sei, dieses jedoch kein spezieller Punkt im neuen Justizpaket sein werde. Er betonte, dass ihr vorrangiges Anliegen die Verbesserung der Haftbedingungen Öcalans sei.

Zudem wies er darauf hin, dass die schriftliche Begründung des Urteils im Kobani-Prozess auch 11 Monate später noch nicht vorliege, und berichtete, dass Minister Tunç dies als eine Angelegenheit der Justiz bezeichnet habe.

Nach dem Treffen erklärte Temelli, es sei unklar, wie ihre Forderungen in das Justizpaket einfließen würden, man habe jedoch ein konstruktives Gespräch geführt. Er drückte die Hoffnung aus, dass die Erwartungen der Öffentlichkeit erfüllt würden.