Kanal-İstanbul-Ausschreibungen gingen erneut an AKP-nahe Namen
Die jüngsten Ausschreibungen für das Kanal-İstanbul-Projekt der Regierung wurden an Unternehmen vergeben, die AKP-Parlamentskandidaten gehören.
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Die im Rahmen des Kanal-İstanbul-Projekts durchgeführten Ausschreibungen sorgen weiterhin für Gewinne bei AKP-nahen Akteuren. Von den 10 Ausschreibungen, die für den zweiten Teil des Projekts eröffnet wurden, sind 4 abgeschlossen, während sich die anderen noch in der Bewertungsphase befinden. Wie Deniz Ayhan von der Zeitung Sözcü berichtet, gingen zwei der abgeschlossenen Ausschreibungen mit einem Gesamtwert von 4 Milliarden 708 Millionen Lira an Unternehmen, die AKP-Parlamentskandidaten aus Diyarbakır und Şanlıurfa gehören.
Eine der jüngsten Ausschreibungen betraf den Bau von 1054 Wohneinheiten und die landschaftliche Gestaltung im 17. Bezirk von Arnavutköy Sazlıbosna. Die Ausschreibung wurde von der Partnerschaft der Firmen Öz Er Ka und Nira mit einem Auftragswert von 2 Milliarden 69 Millionen 400 Tausend TL gewonnen. Der Vorstandsvorsitzende von Öz Er-Ka, Eşref Keleş, war 2018 AKP-Parlamentskandidat für Diyarbakır.
Eine weitere Ausschreibung wurde für den Bau von 1265 Wohneinheiten, 76 Geschäften, einer Schule und einer Moschee im 15. Bezirk von Arnavutköy Sazlıbosna organisiert. Diese Ausschreibung gewann das Unternehmen Ilgın İnşaat, das İbrahim Halil Yanmaz gehört, der 2011 AKP-Parlamentskandidat für Şanlıurfa war.
Entlang der Kanal-İstanbul-Route wurden bisher 28 Ausschreibungen durchgeführt, von denen die große Mehrheit von regierungsnahen Firmen gewonnen wurde. Insgesamt wurden für 24 Tausend 150 Wohneinheiten, 1121 Arbeitsstätten, 7 Moscheen und 6 Schulen Ausschreibungssummen in Höhe von 54 Milliarden 881 Millionen 504 Tausend TL gezahlt.
Eine weitere Ausschreibung in der Region fand am 6. August für den Bau von 1003 Wohneinheiten, 24 Geschäften und einer Moschee im 14. Bezirk von Sazlıbosna statt. Diese Ausschreibung gewann die Partnerschaft von Zinar Harita und Star Plus. Star Plus Yapı war zuvor in die Schlagzeilen geraten, als bei einem TOKİ-Wohnungsbauprojekt in Hatay Vorwürfe wegen Materialeinsparungen laut wurden. Eine weitere Ausschreibung, die am 7. August stattfand, wurde an die Partnerschaft von GEKA İnşaat und MAQ İnşaat vergeben.