Keine „Entspannung“ in der CHP nach Özels Besuchen

Nach den Kommunalwahlen traf CHP-Chef Özgür Özel mit Erdoğan und Bahçeli zusammen und betonte, dass es sich bei diesen Besuchen nicht um eine „Entspannung“, sondern um eine „Normalisierung“ handele. CHP-Führungskräfte erklärten, das eigentliche Ziel sei es, die Polarisierung zu beenden und den Stimmen derer, denen Unrecht getan wurde, mehr Gehör zu verschaffen, und betonten, dass die Partei weiterhin vor Ort präsent sein werde.

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CHP-Parteivorsitzender Özgür Özel traf sich nach den Kommunalwahlen vom 31. März mit dem AKP-Vorsitzenden und Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan sowie dem MHP-Chef Devlet Bahçeli.

Während die Echos dieser Besuche anhalten, bleibt Erdoğans Botschaft einer „Entspannungsphase“ ein zentrales Thema.

CHP-Chef Özel stellte klar, dass diese Phase nicht als „Entspannung“ bezeichnet werden könne, und signalisierte, dass sie weiterhin vor Ort aktiv bleiben werden. Morgen wird Özel den Zentralvorstand anlässlich des Jahrestages der Soma-Katastrophe in Soma zusammenrufen.

Wie Sarp Sağkal von der Zeitung Cumhuriyet berichtet, wird Özel am 18. Mai auf dem Saraçhane-Platz in Istanbul mit arbeitslosen Lehrern und Familien, die sich um die Zukunft ihrer Kinder sorgen, zusammenkommen, um für „laizistische Bildung“ und einen „zeitgemäßen Lehrplan“ zu demonstrieren. Die Kundgebungen der CHP, die unter dem Thema „Bildung“ begannen, werden am 26. Mai mit einer Kundgebung für Rentner in Ankara-Tandoğan fortgesetzt.

Parteiführungskräfte, die darauf hinwiesen, dass die CHP ihre Kundgebungen mit verschiedenen Schwerpunkten fortsetzen werde, sagten: „Wir werden auch eine Kundgebung mit Mindestlohnempfängern abhalten, die im Juli eine Gehaltserhöhung erwarten. Wir planen zudem eine Kundgebung zum Thema ‚Gerechtigkeit‘.“

Die Führungskräfte äußerten sich wie folgt: „Die durchgeführten Aktionen zeigen eigentlich, warum wir den laufenden Prozess nicht als ‚Entspannung‘, sondern als ‚Normalisierung‘ bezeichnen. Unser eigentliches Ziel ist es, die Polarisierung zu beseitigen und sicherzustellen, dass die Stimmen der Menschen, denen Unrecht getan wurde, besser gehört werden. Während wir dies erreichen, stehen in der kommenden Zeit beispielsweise der 19. Mai und das Opferfest an. Wir könnten sehen, dass sich die Parteien und Führungskräfte zu diesen Anlässen gegenseitig gratulieren.“