Kılıçdaroğlu hatte gedroht, ihn 'aus der Partei zu werfen', nun antwortet Özel: 'Ich verspreche nicht, Leute vor die Tür zu setzen, sondern Türen zu öffnen'

Der CHP-Vorsitzkandidat Özgür Özel kritisierte die Äußerung des CHP-Vorsitzenden Kemal Kılıçdaroğlu, er werde Leute 'aus der Partei entfernen', und erklärte, er werde dem Bürgermeister von Bolu, Tanju Özcan, dessen endgültiger Ausschluss vom Hohen Disziplinarausschuss der CHP beschlossen wurde, die Türen öffnen.

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Der CHP-Vorsitzkandidat Özgür Özel besuchte die neu gewählte Parteileitung in Eskişehir. Nach dem Besuch äußerte er sich gegenüber der Presse.

UNTERSTÜTZUNG FÜR TANJU ÖZCAN

Özel kritisierte die Worte des CHP-Vorsitzenden Kemal Kılıçdaroğlu: "Wer auch immer nach den Parteitagen gegen die Partei spricht und die Partei in Fernsehsendungen zum Diskussionsthema macht, der möge mir verzeihen, den werde ich aus der Partei entfernen." Er entgegnete darauf:

"Der Vorsitzende sagt: 'Nach dem Parteitag werde ich diejenigen, die reden, vor die Tür setzen.' Für einen Parteitag, der noch gar nicht stattgefunden hat, verspreche ich nicht, Leute vor die Tür zu setzen, sondern die Türen des Elternhauses zu öffnen. Tanju ist mein Bruder. Wenn es nach mir ginge, würde ich ihm die Türen öffnen, aber ich kann dies nicht mit den Regeln einer Ära beantworten, in der die Institutionen und Gremien der Cumhuriyet Halk Partisi ausgehöhlt wurden. Ich halte es nicht für richtig, dass ein Vorsitzender die Befugnisse gewählter Gremien an sich zieht, das gilt auch für mich selbst. Eine Amnestie liegt in der Befugnis des Parteirats. Der Parteirat wird am 5. Dezember bestimmt."

"WIR STREBEN KEINE ÄMTER AN"

Der Vorsitzkandidat setzte seine Ausführungen fort: "Sowohl im Team unseres Vorsitzenden als auch in unserem Team gibt es sehr wertvolle, erfahrene Ältere, die der Partei lange Zeit gedient haben. Es gibt jedoch einen Unterschied. Die erfahrenen Freunde im Team unseres Vorsitzenden, die schon lange mit ihm zusammenarbeiten, sagen: 'Der Vorsitzende wird weitermachen, und wir werden auch weitermachen.' Unsere erfahrenen Freunde in unserem Team hingegen sagen: 'Der Wandel beginnt bei uns.' Sie sagen: 'Wir streben keine Ämter an, wir stehen an der Seite der jungen Kader, wir unterstützen sie.'"