Kleiner Partner der Cumhur-Allianz nennt Quote für Mindestlohn: 'Unsere Haltung ist kompromisslos'
BBP-Parteivorsitzender Mustafa Destici äußerte sich bei einer Pressekonferenz in der Parteizentrale zur aktuellen Agenda. Destici betonte in Bezug auf den Mindestlohn, dass seine Haltung „kompromisslos“ sei, nannte konkrete Zahlen und forderte einen Wohlfahrtszuschlag.
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BBP-Chef Mustafa Destici äußerte sich bei seiner wöchentlichen Pressekonferenz in der Parteizentrale zu aktuellen Themen.
"ES IST EINE UNGERECHTIGKEIT GEGENÜBER DER ARBEIT DER ARBEITNEHMER"
BBP-Chef Destici sagte zum Mindestlohn Folgendes:
"Zunächst einmal ist es eine Ungerechtigkeit gegenüber den Arbeitnehmern, ihrer Arbeit und ihrem Schweiß, in unserem Land, in dem die Inflation bei 60-70 Prozent liegt, zur Festlegung des Mindestlohns nur einmal im Jahr zurückzukehren. Es ist nicht richtig, sie auf ein Gehalt festzulegen, das im Januar für ein ganzes Jahr bestimmt wurde.
"IM JULI MUSS ER NEU FESTGELEGT WERDEN"
Selbst wenn die Inflationsprognose bei 50 Prozent liegt, wird das Gehalt des Mindestlohnempfängers bis Juni um 25 Prozent an Wert verloren haben. Deshalb muss der Mindestlohn im Juli unbedingt neu festgelegt werden. Und zwar so lange, bis der Mindestlohn in den einstelligen Bereich fällt. Das heißt, bis er unter 10 Prozent sinkt. Unsere Haltung in dieser Frage ist kompromisslos. Wir äußern unsere Ansichten nicht nur hier, sondern auch klar und deutlich gegenüber den zuständigen Behörden, wenn wir mit ihnen sprechen. Unsere Entschlossenheit in dieser Angelegenheit ist eindeutig.
AUFRUF ZU MINDESTENS 55 PROZENT
Der Mindestlohn darf keinesfalls unter der Inflationsrate liegen. Nehmen wir an, die Inflation der letzten 6 Monate liegt bei 45 Prozent. Zunächst einmal müssen diese 45 Prozent gewährt werden. Darüber hinaus sollte ein Wohlfahrtszuschlag gezahlt werden. Dessen Höhe muss natürlich im Rahmen der Haushaltsmöglichkeiten bewertet werden, aber unserer Meinung nach sollte der Wohlfahrtszuschlag nicht unter 10 Prozent liegen. Wenn die Inflation 45 Prozent beträgt, sollten 10 Prozent Wohlfahrtszuschlag hinzukommen; eine Erhöhung von unter 55 Prozent sollte nicht verkündet werden. Ich glaube von ganzem Herzen, dass die Festlegung des Mindestlohns zweimal im Jahr fortgesetzt wird und ein gerechter Lohn dabei herauskommen wird. Wir denken genauso über die Gehälter von Beamten und Rentnern. Die Inflationsrate und der Wohlfahrtszuschlag sollten hinzugefügt werden. Auch für unsere Rentner, die 7.500 TL Rente beziehen, sollte eine separate Verbesserung vorgenommen werden"