„Kontrollierter“ Ladenbesuch von Kılıçdaroğlu: Erdoğan-Porträt sorgt für Aufsehen
Der Ladenbesuch von Kemal Kılıçdaroğlu in Ankara, der nach seiner Ernennung zum CHP-Vorsitzenden nicht den erhofften Rückhalt bei Wählern und Parteibasis fand, sorgte in den sozialen Medien für Gesprächsstoff.
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Kemal Kılıçdaroğlu, der am 21. Mai per Gerichtsbeschluss zum CHP-Vorsitzenden ernannt wurde, war in den zwei Monaten seither kaum durch öffentliche Auftritte aufgefallen. In einer Zeit, in der sich die Unterstützung innerhalb der Partei mehrheitlich auf Özgür Özel konzentriert, hatte Kılıçdaroğlu bisher eine begrenzte Route zwischen der Parteizentrale und seinem Wohnort bevorzugt.
Nachdem er lange Zeit nicht mehr vor Ort präsent war, zeigte sich Kılıçdaroğlu nun bei einem einzigen Ladenbesuch in Ankara. Dass an den Wänden des betreffenden Geschäfts Porträts von Präsident Recep Tayyip Erdoğan hingen, löste in der Öffentlichkeit und in den sozialen Medien unterschiedliche Reaktionen aus.
KRITIK AN „KONTROLLIERTEM“ BESUCH
In der Politik bezeichnet ein „Ladenbesuch“ üblicherweise Treffen, bei denen mehrere Geschäfte auf einem Basar oder Markt besucht werden und ein enger Kontakt zur Bevölkerung gesucht wird. Der kurze Besuch Kılıçdaroğlus, der jedoch nur in einem vorab festgelegten Geschäft und unter begrenzter Teilnahme vor laufenden Kameras stattfand, zog jedoch Kritik auf sich.
Während des Besuchs fielen zudem Porträts auf, in die das Foto von Kılıçdaroğlu nachträglich eingefügt worden war. Dies führte in den sozialen Medien zu Diskussionen über einen „kontrollierten Ladenbesuch“ und „inszenierte Bilder“.