Krankenhausbericht von Mehmet Murat Çalık nach Operation wegen Leukämieverdachts aufgetaucht: 'Lebensrisiko könnte steigen'

Im Gesundheitsbericht für den im Rahmen der IBB-Untersuchung inhaftierten Bürgermeister von Beylikdüzü, Mehmet Murat Çalık, wird darauf hingewiesen, dass die Haftbedingungen aufgrund des Risikos eines Leukämierückfalls sein Leben gefährden könnten. Justizminister Yılmaz Tunç erklärte: "Wenn die Gerichtsmedizin zustimmt, kann er nicht im Gefängnis festgehalten werden."

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Der Gesundheitszustand des Bürgermeisters von Beylikdüzü, Mehmet Murat Çalık, der am 23. März im Rahmen der gegen die Stadtverwaltung Istanbul (İBB) geführten Ermittlungen inhaftiert wurde, ist in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Çalık, der bereits zweimal wegen Krebs behandelt wurde und aufgrund seiner gesundheitlichen Vorgeschichte als Risikopatient gilt, hat während seiner Inhaftierung rapide an Gewicht verloren.

Es wurde berichtet, dass Çalık im Gefängnis 18 Kilogramm abgenommen hat und am 23. Juni wegen einer am Hals festgestellten Geschwulst ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Nachdem bei einer Knochenmarkbiopsie schwerwiegende Befunde festgestellt wurden, unterzog er sich am 4. Juli einer Operation.

DIAGNOSE "AKUTE MYELOISCHE LEUKÄMIE" GESTELLT

In dem am 7. Juli vom Atatürk-Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus Izmir erstellten medizinischen Ausschussbericht wurden bei Mehmet Murat Çalık die Diagnosen "Akute Myeloische Leukämie (AML M4)" und "Mukoepidermoides Karzinom" gestellt. Nach der Operation wurde Çalık am 8. Juli zurück in das Buca-Kırıklar-Gefängnis gebracht, wo sich sein Zustand kurz darauf erneut verschlechterte.

"GEFÄNGNISBEDINGUNGEN KÖNNTEN LEBENSRISIKO ERHÖHEN"

In den Details des Krankenhausberichts wurde klar zum Ausdruck gebracht, dass die Haftbedingungen ein ernstes Risiko für den Gesundheitszustand von Çalık darstellen. Im Bericht heißt es: "Da die Rückfallquote der Leukämie bei dem Patienten an der Grenze liegt, könnten die Haftbedingungen zu einem lebensbedrohlichen Risiko beitragen."

Zudem wurde festgehalten: "Der Patient wurde hinsichtlich eines Leukämierückfalls als Hochrisikopatient eingestuft. Eine engmaschige hämatologische Nachsorge ist erforderlich. Die Bewertung der Eignung für den Strafvollzug im häuslichen Umfeld muss durch das Institut für Rechtsmedizin (Adli Tıp Kurumu) erfolgen."

"KEIN VERBLEIB IM GEFÄNGNIS ERFORDERLICH"

Im Bericht des medizinischen Ausschusses wurde explizit festgestellt, dass Mehmet Murat Çalık aufgrund seines aktuellen Zustands "nicht in geschlossenen oder offenen Vollzugsanstalten des Typs R verbleiben muss". Dennoch löste seine Rückverlegung ins Gefängnis unmittelbar nach der Behandlung Kritik aus.

Justizminister Yılmaz Tunç betonte in einer Erklärung zum Gesundheitszustand von Çalık, dass die gesundheitliche Situation von Inhaftierten und Verurteilten sorgfältig geprüft werde, und sagte:

"Die gesundheitlichen Bedingungen von Inhaftierten und Verurteilten sind wichtig. Im Rahmen von Krankenhausberichten und Berichten der Rechtsmedizin kann es zu Entlassungen von Inhaftierten und Verurteilten kommen. Wenn die Rechtsmedizin zu dem Schluss kommt, dass ein Verbleib im Gefängnis nicht angemessen ist, ist eine weitere Inhaftierung nicht möglich."