Kritik an: CHP leitet Ausschlussverfahren gegen Bürgermeister ein

Die parteiinternen Kritiken des CHP-Bürgermeisters Abdulvahap Göçer haben dazu geführt, dass er mit dem Antrag auf endgültigen Ausschluss an das Hohe Disziplinarkomitee überwiesen wurde.

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Gegen den Bürgermeister des Bezirks Yazıhan in Malatya, Abdulvahap Göçer von der Republikanischen Volkspartei (CHP), wurde nach seinen parteikritischen Äußerungen ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Die CHP-Parteizentrale hat nach einer Bewertung von Göçers Erklärungen beschlossen, ihn unter vorläufigen Maßnahmen und mit dem Antrag auf endgültigen Ausschluss an das Hohe Disziplinarkomitee (YDK) zu überweisen.

Der Prozess begann, nachdem die CHP-stellvertretenden Vorsitzenden Yaşar Tüzün und Ecevit Keleş Gespräche mit Göçer in Malatya geführt und diese in einem Bericht festgehalten hatten. Der erstellte Bericht wurde dem Zentralvorstand (MYK) vorgelegt, der daraufhin einstimmig beschloss, Göçer disziplinarisch zu belangen.

Diese Entscheidung, die nach einigen vorangegangenen Kontroversen getroffen wurde, lenkt die Aufmerksamkeit erneut auf die parteiinternen Dynamiken. Der Bürgermeister von Yazıhan, Göçer, hatte im Rahmen des 39. ordentlichen Provinzkongresses der CHP in Malatya Kritik geäußert, die sich insbesondere gegen die Provinzorganisation, den CHP-Abgeordneten von Malatya, Veli Ağbaba, und den Provinzvorsitzenden Barış Yıldız richtete. Nach diesen Äußerungen war die Stimmung im Kongresssaal angespannt, und die Diskussion eskalierte kurz darauf zu einer handfesten Auseinandersetzung.

In den Tagen nach dem Kongress setzte Göçer seine Kritik an der Partei durch Interviews mit regierungsnahen Medien fort, was in der Parteiführung für Unmut sorgte. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen leitete die CHP das Disziplinarverfahren gegen Göçer ein und brachte den Antrag auf endgültigen Ausschluss auf die Tagesordnung.