Kritik der DEM-Partei am Justizminister: 'Erfüllen Sie Ihre Pflicht'

Die Sprecherin der DEM-Partei, Ayşegül Doğan, reagierte auf die Äußerungen von Justizminister Yılmaz Tunç und betonte, dass Gerechtigkeit nicht durch Wortspiele erreicht werden könne.

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Im neuen Öffnungsprozess, den die Regierung auf den Aufruf von Devlet Bahçeli hin eingeleitet hat, spannen sich die Beziehungen an. Die Sprecherin der DEM-Partei, Ayşegül Doğan, antwortete auf die Worte von Justizminister Yılmaz Tunç, der gefragt hatte: "Was soll das heißen, der Ball liegt bei der Regierung?". Doğan betonte, dass das Ministerium seiner historischen Verantwortung gerecht werden müsse.

DISKUSSION ÜBER DEN BEGRIFF "BALL"

Die Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tülay Hatimoğulları, hatte in ihrer Rede bei der Fraktionssitzung im türkischen Parlament gesagt: "Was die Schritte betrifft, die unternommen werden müssen, insbesondere in Bezug auf die Kommunikations- und Arbeitsfreiheit von Öcalan, liegt der Ball nun im Feld der Regierung." Auf diese Worte reagierte Justizminister Yılmaz Tunç mit der Aussage: "Wir spielen hier nicht Ball, es geht um eine ernste Angelegenheit bezüglich der Beseitigung des Terrors."

Tunç erklärte zudem, dass es keine Verhandlungen mit der DEM-Partei gebe und dass die Forderungen bezüglich der Inhaftierten kein Prozess des Gebens und Nehmens seien.

AUFRUF DER DEM-PARTEI

Die DEM-Partei setzte ihre Rhetorik zum Lösungsprozess fort und erklärte, dass die Regierung eine konstruktivere Sprache verwenden müsse. Ayşegül Doğan sagte in einer Erklärung über soziale Medien: "Unser Ziel ist die Gewährleistung von Frieden, Gerechtigkeit und Demokratie. Wir alle müssen in dieser Hinsicht Verantwortung übernehmen. Recht, Demokratie und Gerechtigkeit können nicht durch Wortspiele erreicht werden. Die Lösung eines historischen Problems erfordert Ernsthaftigkeit. Wir laden Ihr Ministerium dazu ein, eine Sprache und einen Ansatz zu verwenden, die dieser historischen Verantwortung gerecht werden. Bitte erfüllen Sie Ihre Pflicht!"