Kritik von AKP-nahem Namen an Steuern: 'Wollen Sie das Volk auf die Straße treiben?'
Mit der Neufestsetzung der Bemessungsgrundlagen für die Grundsteuer in der Türkei für den Zeitraum 2026-2029 kam es in einigen Regionen zu Anstiegen von bis zu 40 Prozent. Abdurrahman Dilipak, eine der Regierung nahestehende Persönlichkeit, äußerte scharfe Kritik an der Regelung, die für Unmut sorgt.
12punto
Der ehemalige Yeni-Akit-Autor Abdurrahman Dilipak erklärte in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Account, dass die schwere Steuerlast zu gesellschaftlichem Widerstand führen könnte.
Dilipak äußerte sich in seinem Beitrag wie folgt:
„Werden diese plötzlichen und hohen Steuern erhoben, um das Volk, das ohnehin schon am Limit ist, auf die Straße zu treiben? Ein sanftmütiges Pferd kann heftig ausschlagen. Übermäßige Gewalt zerstört die Weisheit des Ziels, und das Band des Vertrauens reißt an der dünnsten Stelle. Zu viel Zudringlichkeit macht den Liebenden überdrüssig.“
WAS BRINGT DIE NEUE STEUERREGELUNG?
Die für den Zeitraum 2026-2029 bekannt gegebenen neuen Bemessungsgrundlagen für die Grundsteuer haben in der Öffentlichkeit zu Diskussionen geführt.
Mit der neuen Regelung könnten selbst gewöhnliche Etagenwohnungen unter die „Steuer auf wertvolle Wohnimmobilien“ fallen. Experten weisen darauf hin, dass die genannten Anstiege eine ernsthafte wirtschaftliche Belastung für die Gesellschaft darstellen und die Regelung faktisch zu einer „Vermögenssteuer“ werde.
ANSTIEGE VON BIS ZU 40 PROZENT
Dass die Grundsteuersätze in vielen Regionen 40 Prozent übersteigen, trifft insbesondere die Mittelschicht direkt. Während Immobilienbesitzer mit hohen Steuern konfrontiert sind, wird prognostiziert, dass die Regelung auch die Immobilienpreise weiter in die Höhe treiben könnte.