Kritik von İYİ-Partei-Chef Dervişoğlu an Operationen gegen die CHP
Der Vorsitzende der İYİ-Partei, Müsavat Dervişoğlu, reagierte scharf auf die Operationen gegen die CHP und betonte, dass die wichtigen Probleme der Türkei dadurch nicht mehr diskutiert werden könnten. Dervişoğlu kritisierte zudem die Wirtschafts- und Kulturpolitik der Regierung.
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Der Vorsitzende der İYİ-Partei, Müsavat Dervişoğlu, kritisierte auf dem Parteikongress in Eskişehir die aufeinanderfolgenden Operationen gegen die CHP und erklärte, dass die politische Agenda der Türkei nicht mehr ordnungsgemäß funktioniere. Dervişoğlu betonte, dass diese Operationen die Diskussion über viele wichtige Probleme verhinderten.
"DIE PROBLEME DER TÜRKEI SIND AUSGEKLAMMERT"
Dervişoğlu betonte mit den Worten: "Das ist ein wichtiges Anliegen, aber die Türkei hat eine Vielzahl weiterer bedeutender Sorgen", dass die Operationen und rechtlichen Eingriffe gegen die CHP die eigentlichen Probleme des Landes in den Schatten stellten. Er kritisierte die Lage des Landes mit den Worten: "Schalten Sie Ihre Fernseher ein und schauen Sie: Prozesse, Gerichte, Nichtigkeit, Zwangsverwalter, Banden, Beschlagnahmungen von Eigentum, Beschlagnahmungen von Grundbüchern – damit beschäftigen wir uns."
"PROBLEME, DIE AUSSERHALB DER AGENDA BLEIBEN"
Dervişoğlu erklärte, dass viele Probleme des Landes nicht zur Sprache kämen und man sich aufgrund der Instrumentalisierung des Rechts nicht auf die kritischen Themen in der Türkei konzentrieren könne. Er wies darauf hin, dass es dadurch schwierig geworden sei, Debatten über die grundlegenden Probleme der Gesellschaft zu führen.
KRITIK AN DER "KULTURELLEN EROSION"
Der İYİ-Partei-Chef ging auch auf die kulturelle Erosion ein, die die Türkei in den letzten Jahren erlebt hat. Dervişoğlu machte die langjährige Regierung und Präsident Recep Tayyip Erdoğan dafür verantwortlich und sagte: "Die AKP, die seit 23 Jahren an der Macht ist, und Präsident Erdoğan haben den kulturellen Werten des Landes schweren Schaden zugefügt." Dervişoğlu kritisierte zudem die Wirtschaftspolitik der Regierung und erklärte, dass diese Situation die gesellschaftliche Struktur negativ beeinflusse.
BEWERTUNG ZUM EUROFIGHTER-FLUGZEUGABKOMMEN
Dervişoğlu äußerte auch Kritik am Eurofighter-Abkommen mit Großbritannien. Er wies darauf hin, dass der Preis für die 20 Flugzeuge um etwa 235 Millionen Pfund höher liege als der von den Deutschen gezahlte Preis, und erklärte: "Der Gegenwert des Geldes, das aus der Tasche dieses armen Volkes genommen wird, beträgt 263 Milliarden Türkische Lira. Sollen wir etwa nicht fragen, in wessen Tasche dieses Geld fließt?"