Kuşdili Çayırı, eine der letzten Grünflächen in Kadıköy, in Gefahr! 7 kritische Fragen der DEVA-Partei an Minister Kurum
Die stellvertretende Vorsitzende der DEVA-Partei und Abgeordnete für Istanbul, Evrim Rızvanoğlu, hat eine schriftliche parlamentarische Anfrage an den Minister für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel, Murat Kurum, gerichtet, um gegen die Bebauung des Kuşdili Çayırı zu protestieren.
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Die stellvertretende Vorsitzende der DEVA-Partei und Abgeordnete für Istanbul, Evrim Rızvanoğlu, hat eine schriftliche parlamentarische Anfrage an den Minister für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel, Murat Kurum, bezüglich der geplanten Bebauung des Kuşdili Çayırı im Istanbuler Stadtteil Kadıköy gerichtet.
Rızvanoğlu wies darauf hin, dass der 45 Hektar große Kuşdili Çayırı, der als Naturschutzgebiet III. Grades registriert ist, durch einen Bebauungsplan bedroht sei, der fünfstöckige Gebäude und eine Tiefgarage vorsieht. Sie betonte, dass sich das Gebiet in einem Bachbett mit Hochwasserrisiko befinde und dieses Vorhaben eine Gefahr für die Umwelt und die Sicherheit der Bevölkerung darstelle.
Rızvanoğlu erklärte, dass der Kuşdili Çayırı für das städtische Ökosystem und die biologische Vielfalt von entscheidender Bedeutung sei und das Gebiet durch Wiederaufforstung in eine „Sauerstoffinsel“ für Kadıköy verwandelt werden könne. Sie kritisierte die Entscheidung des Staatsrats, die eine Bebauung des Gebiets ermöglicht, und argumentierte, dass die Bebauungspläne gegen ökologische Nachhaltigkeit und das öffentliche Interesse verstießen. Rızvanoğlu forderte das Ministerium auf, das Projekt unter Berücksichtigung von Hochwasserrisiken, Luftverschmutzung und Bevölkerungsdichte neu zu bewerten.
Die Fragen, die Rızvanoğlu an den Minister für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel, Murat Kurum, gerichtet hat, lauten wie folgt:
1. In welchem Stadium befindet sich der Prozess Ihres Ministeriums bezüglich des geplanten Bau- und Tiefgaragenprojekts auf dem Kuşdili Çayırı? Aus welchen Gründen wurden die entsprechenden Änderungen am Bebauungsplan vorgenommen; wurden bei diesen Änderungen das öffentliche Interesse, die ökologische Nachhaltigkeit und städtebauliche Grundsätze berücksichtigt?
2. Was sind die Gründe dafür, dass Ihr Ministerium gegen die Entscheidung des zuständigen Verwaltungsgerichts, die die Planungsbeschlüsse zuvor aufgehoben hatte, Berufung eingelegt hat?
3. In Anbetracht der bereits hohen baulichen Dichte und der Belastung der Infrastruktur in Kadıköy: Wurden die Auswirkungen der genannten Bebauungsplanänderungen auf die Bevölkerungsdichte und die Luftqualität in der Region bewertet?
4. Da wissenschaftliche Daten belegen, dass das betreffende Gebiet ein Hochwasserrisiko aufweist, auf welche technischen, geologischen oder ökologischen Gründe stützt sich die Genehmigung von Bautätigkeiten in dieser Zone? Wurde in diesem Zusammenhang ein Umweltverträglichkeitsprüfungsbericht (UVP) oder ein geologisches Gutachten erstellt?
5. Da die Messungen Ihres Ministeriums ergeben haben, dass die Luftqualität im Bezirk Kadıköy als „sensibel“ eingestuft wird: Wurde das Bebauungsprojekt auf dem Kuşdili Çayırı im Hinblick auf diese Daten einer wissenschaftlichen Bewertung für die öffentliche Gesundheit unterzogen? Wurde eine Analyse der Auswirkungen der geplanten Bautätigkeiten auf die Luftverschmutzung durchgeführt?
6. Verfügt Ihr Ministerium über einen speziellen strategischen Plan zum Schutz öffentlicher Grünflächen in dicht bebauten Metropolen wie Istanbul? Gehört der Kuşdili Çayırı zu den vorrangigen Gebieten, die im Rahmen eines solchen Plans geschützt werden müssen?
7. Wurde angesichts der Forderungen von Berufsverbänden, Nichtregierungsorganisationen und Bürgern, die sich gegen das Projekt aussprechen, ein Prozess zur Neubewertung des Projekts durch Ihr Ministerium auf die Tagesordnung gesetzt?