Lebenslange Haftstrafe für Mord im HÜDA-PAR-Parteigebäude
Im Fall des Angriffs auf das HÜDA-PAR-Parteigebäude in Adana, bei dem der Täter mit einem Messer eindrang, den Parteisekretär Sacit Pişgin tötete und den Parteivorsitzenden Salih Demir verletzte, ist das Urteil gegen Ali Sever gefallen. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu lebenslanger Haft sowie zu weiteren 13 Jahren Gefängnis.
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HÜDA PAR-Parteigebäude in Adana: Am 22. Juli 2023 drang Ali Sever mit einem Messer bewaffnet in das Gebäude ein, tötete den Parteisekretär HÜDA PAR Sacit Pişgin und verletzte den Parteivorsitzenden Salih Demir.
Nach dem Vorfall wurde Sever festgenommen. Nun fand vor dem 14. Schwurgericht in Adana die Urteilsverkündung statt. Der inhaftierte Angeklagte Ali Sever nahm per Videoschalte (SEGBİS) aus dem Gefängnis an der Verhandlung teil. Der Nebenkläger Salih Demir sowie die Anwälte beider Seiten waren im Gerichtssaal anwesend. Auch der HÜDA-PAR-Parteivorsitzende Zekeriya Yapıcıoğlu, der stellvertretende Parteivorsitzende Mehmet Hüseyin Yılmaz, der HÜDA PAR-Provinzvorsitzende von Adana, Fetullah Çiçek, sowie ehemalige Bezirksvorsitzende verfolgten die Verhandlung.
In seinem Schlussplädoyer behauptete der inhaftierte Angeklagte Ali Sever, das HÜDA-PAR-Parteigebäude in Adana sei sein Eigentum. Sever erklärte:
"Sie haben das HÜDA-PAR-Parteigebäude, in dem sich der Vorfall ereignete, ohne meine Erlaubnis zum Parteigebäude gemacht. Haben sie mich gefragt, als sie es zum Parteigebäude machten? Außerdem akzeptiere ich die Rolle des Angeklagten nicht, die mir zugeschrieben wird. Ich bin kein Angeklagter. Ich habe dort 5 Menschen getötet."
Nach seiner Verteidigung beleidigte der Angeklagte Sever den im Saal anwesenden, bei dem Vorfall verletzten ehemaligen Parteivorsitzenden Salih Demir mit den Worten: "Ö..., Dicker".
Der bei dem Vorfall verletzte ehemalige Parteivorsitzende und Nebenkläger Salih Demir forderte die Höchststrafe für den Angeklagten.
GERICHTLICHE ENTSCHEIDUNGEN
Der Staatsanwalt wiederholte sein Plädoyer und forderte die Verurteilung des Angeklagten wegen 'vorsätzlicher Tötung', 'versuchter vorsätzlicher Tötung' und 'Verletzung der Unverletzlichkeit der Wohnung' sowie die Fortdauer der Untersuchungshaft.
Die Anwälte der Nebenklage argumentierten, dass die Verteidigung des Angeklagten lediglich dazu diene, sich der Strafe zu entziehen, und dass er die Tat vorsätzlich und geplant begangen habe. Sie forderten eine Verurteilung wegen 'qualifizierter vorsätzlicher Tötung'.
Das Gericht verurteilte den Angeklagten Ali Sever wegen 'vorsätzlicher Tötung' zu lebenslanger Haft, wegen 'versuchter vorsätzlicher Tötung' zu 11 Jahren und wegen 'Verletzung der Unverletzlichkeit der Wohnung' zu 1 Jahr Haft und ordnete die Fortdauer der Untersuchungshaft an.