Mahmut Tanal erhebt Vorwurf der 'gefälschten Unterschrift' gegen ehemaligen AKP-Abgeordneten

Der CHP-Abgeordnete für Şanlıurfa, Mahmut Tanal, hat eine Untersuchung der Vorwürfe wegen Plagiats und der Verwendung gefälschter Unterschriften in den akademischen Arbeiten des ehemaligen AKP-Abgeordneten Abdulkerim Gök gefordert.

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Der CHP-Abgeordnete Mahmut Tanal erklärte über die Social-Media-Plattform X, dass es Vorwürfe gegen Abdulkerim Gök, der derzeit im Präsidium für Strategie und Haushalt tätig ist, gebe. Demnach soll Gök während seiner Zeit als Dozent an der Harran-Universität akademische Arbeiten anderer Personen ohne Quellenangabe als seine eigenen Werke veröffentlicht haben.

Tanal wies darauf hin, dass in den Untersuchungsunterlagen auch Vorwürfe über die Verwendung gefälschter Unterschriften enthalten seien, und äußerte sich wie folgt: „Die Dokumente legen mit Hinweisen wie ‚Kopierte Arbeit: …‘ eindeutig offen, aus welchen Dissertationen und Artikeln zitiert wurde. Es liegt eine Aussage eines Akademikers vor, der erklärt: ‚Die Unterschrift auf den Dokumenten stammt nicht von mir‘.“

In seiner Erklärung richtete Tanal folgende Fragen an die Harran-Universität und den Hochschulrat (YÖK):

„Wenn diese Vorwürfe nicht der Wahrheit entsprechen, mit welchen Dokumenten planen Sie, diese zu entkräften?

Falls sie wahr sind, warum wurde keine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet?

Warum wurde kein gerichtliches Verfahren eingeleitet, obwohl der Vorwurf einer gefälschten Unterschrift im Raum steht?

Wurde die Akte vollständig an den YÖK übermittelt? Wurden die akademischen Titel von Abdulkerim Gök – Dozentur und Professur – erneut überprüft?

Sollten diese Vorwürfe zutreffen, handelt es sich um gefälschte Titel, gefälschte Dokumente und akademischen Diebstahl. Diese Sachverhalte stellen nicht nur Disziplinarvergehen dar, sondern sind Straftaten, die gemäß dem türkischen Strafgesetzbuch (TCK) von Amts wegen verfolgt werden müssen. Zudem: Falls es stimmt, dass eine dreijährige Sperre für die Bewerbung zur Dozentur verhängt wurde, warum wurde der Vorwurf der Dokumentenfälschung nicht an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet? Warum wurde für diese Handlungen, die unter das TCK und das Gesetz über geistige und künstlerische Werke fallen, kein gerichtliches Verfahren eingeleitet? Warum machen der YÖK und die Universitätsleitung diese Akte nicht öffentlich? Wie kann das Präsidium jemanden in eine solche Position berufen, dessen Doktorgrad und Dozentur in Zweifel stehen?“

Mahmut Tanal betonte, dass das Schweigen der Harran-Universität dazu führe, dass die Vorwürfe in der Öffentlichkeit noch ernster genommen würden, und forderte den YÖK, die Staatsanwälte und alle zuständigen Institutionen auf, ihrer Verantwortung nachzukommen.