Murat Ağırel enthüllt: Vorwürfe über Immobilien im Wert von Millionen Euro gegen die Familie Gökçek
Den von Murat Ağırel übermittelten Informationen zufolge sind Immobilien- und Einkaufszentrum-Projekte der Familie Gökçek über das in Deutschland ansässige Unternehmen HAMAG in den Fokus gerückt.
12punto
Es wurden Vorwürfe über Immobilienbesitz im Ausland gegen die Familie von İbrahim Melih Gökçek laut, der über 23 Jahre lang das Amt des Bürgermeisters der Stadtverwaltung Ankara innehatte. Den Informationen des Journalisten Murat Ağırel zufolge hat die Familie über das in Deutschland gegründete Unternehmen namens HAMAG Immobilienkäufe in Millionenhöhe getätigt und entsprechende Kaufversuche unternommen.
Dem Vorwurf zufolge bevollmächtigte Hülya Gökçek, die Ehefrau von Melih Gökçeks Sohn Ahmet Gökçek, im Jahr 2022 über das 1. Notariat von Çeşme die Person Filiz Polat İşler mit der Gründung eines Unternehmens in Deutschland. Es wird angegeben, dass der Name des mit einem Stammkapital von 30.000 Euro in Köln gegründeten Unternehmens, HAMAG, aus den Anfangsbuchstaben der Namen Hülya, Ahmet, Melih, Ahmet und Gökçek gebildet wurde.
ÜBER HAMAG TRANSFERIERTE GELDER
Den von Ağırel geteilten Informationen zufolge wurden im Jahr 2023 zwei separate Überweisungen über eine Bank in der Türkei auf das Bankkonto des Unternehmens getätigt. Es wird behauptet, dass die erste dieser Überweisungen 722.000 Euro und die zweite 3,857 Millionen Euro betrug.
Mit diesem Geld soll Hülya Gökçek in Düsseldorf ein Gebäude mit 18 Wohnungen für 3,857 Millionen Euro mit dem Ziel erworben haben, ein „Studentenwohnheim“ einzurichten. In dem Bericht heißt es, dass für das Gebäude, das im Namen des Unternehmens erworben wurde, welches weder Mitarbeiter noch eine geschäftliche Tätigkeit aufweise, über 500.000 Euro an Renovierungskosten angefallen seien und die Gesamtkosten sich auf fast 4,5 Millionen Euro beliefen.
Ein weiterer Vorwurf bezüglich der Immobiliengeschäfte in Deutschland betrifft ein Einkaufszentrum in der Stadt Velbert. Demnach unterzeichneten Hülya Gökçek und Ahmet Gökçek einen Vertrag mit dem deutschen Eigentümer, um ein Einkaufszentrum bestehend aus 5 Geschäften und 18 Wohnungen in Velbert, etwa 40-50 Kilometer von Düsseldorf entfernt, für einen Preis von 8,5 Millionen Euro zu erwerben.
Laut dem notariellen Vertrag vom 21. Mai 2025 wurde vereinbart, dass bei Nichterfüllung der Zahlungsverpflichtungen eine tägliche Vertragsstrafe von 345 Euro erhoben wird. Den Vorwürfen zufolge konnten die Kaufbedingungen jedoch nicht erfüllt werden, und aufgrund der Vertragsauflösung wurden insgesamt 500.000 Euro gezahlt, davon 300.000 Euro an den deutschen Eigentümer und 100.000 Euro an die beiden türkischen Käufer.
Es wurde zudem berichtet, dass das Thema in Deutschland vor Gericht gelandet sei, nachdem eine der Personen, die als Vermittler beim Verkauf des Einkaufszentrums fungiert haben soll, Klage eingereicht hatte, da die Zahlung von 100.000 Euro unvollständig gewesen sei.
Zu den von Ağırel vorgebrachten Vorwürfen gehört auch das Einkaufszentrum „Massen Shopping Center“ in Luxemburg. Dem Bericht zufolge führte die Familie Gökçek auch Verhandlungen über den Kauf dieses Einkaufszentrums mit einem Wert von 280 Millionen Euro.