Müsavat Dervişoğlu kommentiert „Terrorfreies Türkiye“: Warnung mit den Worten „Es gibt keine Waffenabgabe“
Der Vorsitzende der İYİ Parti, Müsavat Dervişoğlu, kritisierte in einer Live-Sendung auf Halk TV den von der Regierung und Bahçeli initiierten Prozess für ein „Terrorfreies Türkiye“ scharf. Dervişoğlu erklärte, dass die angebliche Waffenabgabe nicht der Realität entspreche.
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Der Vorsitzende der İYİ Parti, Müsavat Dervişoğlu, war zu Gast in der Sendung von Kürşad Oğuz auf Halk TV. Dervişoğlu äußerte sich zu aktuellen Themen. Der bemerkenswerteste Teil waren seine Einschätzungen zum neuen Prozess, der unter dem Namen „Terrorfreies Türkiye“ gestartet wurde.
„ES GIBT KEINE WAFFENABGABE, DIE GERECHTIGKEIT WIRD DYNAMISIERT“
Dervişoğlu sagte: „Es gibt keine Waffenabgabe. Wenn ein Prozess das Gefühl vermittelt, dass man durch die Teilnahme daran bewirken kann, dass dieser ins Gefängnis kommt oder jener herauskommt, dann wird das Fundament der Gerechtigkeit mit Dynamit untergraben. Das ist eine sehr schlimme Situation.“
ANSPELUNG AUF DEN LÖSUNGSPROZESS: „DASSELBE THEATER“
Unter Hinweis auf den früheren Lösungsprozess bewertete Dervişoğlu die heutigen Entwicklungen als „eine neue Version des alten Drehbuchs“.
„KEIN GIFT WIRD IN EINEM GOLDENEN BECHER SERVIERT“
Zu der geplanten Gründung einer „Kommission für ein terrorfreies Türkiye“ im Parlament äußerte sich Dervişoğlu wie folgt:
Auf die Erinnerung daran, dass sie die Teilnahme an der Kommission abgelehnt hätten, erklärte Dervişoğlu, dass er diese Entscheidung nicht allein getroffen habe, sondern sie einstimmig von allen zuständigen Gremien der Partei beschlossen worden sei. Dervişoğlu bezeichnete den Prozess des „Terrorfreien Türkiye“ als eine bloße Verpackung und fuhr fort:
„Das ist die Verpackung. Aber niemand spricht von einem Türkiye ohne Terror. Die Leute sprechen von einer Verfassungsänderung. Sie sprechen von gesetzlichen Regelungen. Sie sprechen davon, dass Abdullah Öcalan von einem Recht auf Hoffnung profitiert. Sie sprechen davon, dass er in die Freiheit entlassen wird.“
„SIE SIND DORTHIN ZURÜCKGEKEHRT, WO SIE HERKAMEN“
Dervişoğlu betonte, er sehe keinen Prozess der Waffenabgabe und fuhr fort:
„30 Terroristen haben ihre Waffen in einen Kessel geworfen und verbrannt. Sie sind dorthin zurückgekehrt, wo sie herkamen. Ich habe das schon oft gesagt. Wir haben ein ähnliches Ereignis bei den mobilen Gerichten in Habur erlebt.
Aber selbst dort wurde sichergestellt, dass die ankommenden Terroristen Aussagen machten, um von der effektiven Reue zu profitieren und sich so auf eine Seite der Gerechtigkeit zu stellen.
Obwohl sie dort, wo sie ihre Aussagen machten, türkische Flaggen und Atatürk-Poster entfernten, um keine Provokation zu erzeugen, gab es zumindest eine Form.
Jetzt sind bei dieser Waffenabgabe-Zeremonie, die angeblich unter Aufsicht und Kontrolle des Staates stattfand, Terroristen gekommen. Sie haben ihre Waffen abgelegt. Auf die Frage, warum sie ihre Waffen nicht übergeben, antworteten sie, dass ein Guerillakämpfer keine Waffen übergebe. Sie sagten, wenn ein Guerillakämpfer die Waffen niederlege, würde er die Niederlage akzeptieren. Das sind Sätze, die ich aus ihren Erklärungen ausgewählt habe. Ich erfinde das also nicht. Sie haben ihre Waffen abgelegt.
Sie sind dorthin zurückgekehrt, wo sie herkamen. Somit haben sie sich an Dinge gehalten, die für sie auch aus mythologischer Sicht wichtig sind. An Rituale... Also das Verbrennen, das Herauskommen aus der Höhle, die spätere Rückkehr in die Höhle, die Waffen wurden abgelegt. Die Waffen wurden nicht in die gerichtliche Verwahrung genommen, sie wurden nicht registriert.
Niemand machte sich Sorgen um ballistische Untersuchungen. Keiner der Ankommenden hat einen Antrag gestellt, um von der effektiven Reue zu profitieren.
Sie haben ihre Namen nicht registriert, nicht aufschreiben lassen. All das ist also... Aber ein Teil sagt: 'In Türkiye hat eine neue Ära begonnen. Das ist eine sehr schöne Sache.'
Schauen Sie, das ist ja alles schön und gut. Natürlich, wer möchte kein terrorfreies Türkiye? Aber man muss begreifen, dass ein terrorfreies Türkiye nicht mit Terroristen aufgebaut werden kann. Sowohl diejenigen, die diesen Staat regieren, als auch diese Gesellschaft müssen das verstehen. Wer könnte sich mehr als ich ein terrorfreies Türkiye wünschen?“