Muslimbruderschaft-Verein gibt seine Auflösung bekannt

Der Verein der Muslimbruderschaft in Jordanien hat seine Auflösung im Einklang mit den aktuellen politischen Verhältnissen und den nationalen Interessen bekanntgegeben.

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Der in Jordanien mit legalem Status tätige Verein der Muslimbruderschaft hat durch einen offiziellen Beschluss seine Existenz beendet. In der vom Verein veröffentlichten Erklärung wurde betont, dass diese Entscheidung im Einklang mit dem verfassungsrechtlichen Rahmen und den nationalen Interessen getroffen wurde.

In der Erklärung hieß es: „Wir haben unsere Tätigkeit im Einklang mit der Verfassung und dem rechtlichen Rahmen, in einem transparenten und gemäßigten Geist, ausgeübt. Angesichts des gegenwärtigen politischen Klimas und der in der Öffentlichkeit geführten strittigen Debatten sind wir jedoch der Auffassung, dass eine Fortsetzung dieser Struktur nicht im Interesse des Landes wäre. Wir unternehmen diesen Schritt im Sinne von Sicherheit, Stabilität und dem Wohl künftiger Generationen. Aus unserer Verpflichtung gegenüber Jordanien, der Haschemitischen Führung und dem gesellschaftlichen Frieden heraus lösen wir diesen legalen Verein auf."

Die jordanischen Behörden haben zu dem Auflösungsbeschluss bislang keine offizielle Stellungnahme abgegeben. Der Verein, der 2015 von einigen Mitgliedern gegründet worden war, die sich von der Ikhwan-Bewegung abgespalten hatten, war von der jordanischen Regierung offiziell anerkannt worden.

Diese Situation war jedoch von der traditionellen Struktur der Ikhwan als „Versuch, die Legitimität zu untergraben" bewertet worden.

Im Jahr 2020 hatte das jordanische Kassationsgericht die offizielle Auflösung der Muslimbruderschaft-Organisation beschlossen. Daraufhin hatte das Innenministerium im April 2024 jegliche mit der Organisation verbundene Tätigkeit verboten.