NATO-Gipfel-Protest in Pazar, Rize: Zivilgesellschaftliche Organisationen marschieren gegen die NATO

Vertreter politischer Parteien und zivilgesellschaftlicher Organisationen versammelten sich in Pazar, um mit einem Protestmarsch gegen den in Ankara stattfindenden NATO-Gipfel zu demonstrieren.

12punto

Im Bezirk Pazar in der Provinz Rize fand unter Beteiligung verschiedener politischer Parteien und zivilgesellschaftlicher Organisationen ein Protestmarsch gegen die NATO statt. Die Demonstranten versammelten sich vor dem Rathaus von Pazar, um ihren Unmut über den in Ankara geplanten NATO-Gipfel zum Ausdruck zu bringen.

Die Gruppe, zu der unter anderem Mitglieder der Rentnergewerkschaft Tüm Emeklilerin Sendikası, der Halkevleri, der CHP, der SOL Parti, der Atatürkçü Düşünce Derneği und der Bildungsgewerkschaft Eğitim Sen gehörten, marschierte unter Rufen von Parolen zum Cumhuriyet-Platz.

Der CHP-Bezirksvorsitzende von Pazar, Ömer Hocaoğlu, erklärte auf dem Platz, dass die Türkei der NATO ursprünglich beigetreten sei, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Er argumentierte jedoch, dass die NATO heute keine Sicherheitsorganisation mehr sei.

Doch heute muss sich die Türkei vor der NATO schützen. Die NATO ist keine Sicherheitsorganisation mehr, sondern zu einer kolonialen Organisation der Imperialisten geworden.

— CHP-Bezirksvorsitzender Ömer Hocaoğlu

Hocaoğlu betonte, dass die jüngsten Entwicklungen diesen Widerspruch deutlich machten, und sagte: „Die Türkei ist der NATO für ihre Sicherheit beigetreten, doch heute ist die NATO zu einer Bedrohung für das Land geworden.“

Yaşar Çalışkan von der SOL Parti bezeichnete die NATO in seiner Stellungnahme als „Kriegsorganisation“. Er erklärte, dass der Nahe Osten und das Schwarze Meer derzeit neu geformt würden, und behauptete, dass die der Türkei in diesem Prozess zugewiesene Rolle darin bestehe, im Einklang mit den Interessen der USA zu handeln.

Die Aufgabe, die der Türkei in diesem Prozess übertragen wurde, ist es, im Sinne der amerikanischen Interessen zu handeln. Es gibt Personen, Parteien und Strukturen, die diesen Zustand akzeptieren.

— Yaşar Çalışkan, SOL Parti