Netanyahus Begnadigungsgesuch löst Proteste in Israel aus

In Tel Aviv versammelte Israelis appellierten an Präsident Isaac Herzog, sich gegen das Begnadigungsgesuch von Premierminister Benjamin Netanjahu in dessen Korruptionsprozessen zu stellen.

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Vor der Residenz von Präsident Isaac Herzog in Tel Aviv erhoben Demonstranten ihre Stimmen gegen das Begnadigungsgesuch von Premierminister Benjamin Netanjahu in seinen Korruptionsprozessen. Auch die oppositionelle Abgeordnete Naama Lazimi nahm an der Demonstration teil, bei der das Thema "Begnadigung = Bananenrepublik" im Vordergrund stand. Die Teilnehmer spielten auf die Möglichkeit einer Begnadigung Netanjahus an und posierten hinter einem Banner mit der Aufschrift "Begnadigung" inmitten von Bananenhaufen.

Die Demonstranten trugen Plakate, auf denen sie Netanjahu für die politische Krise verantwortlich machten, und skandierten Slogans wie "Du bist der Anführer, du bist der Schuldige". Einer der Demonstranten trug einen orangefarbenen Gefängnisanzug und eine Netanjahu-Maske, um den Premierminister darzustellen, während ein anderer mit einer Herzog-Maske den Präsidenten verkörperte. Diese Personen aßen Bananen und spielten damit auf eine "Bananenrepublik" an.

Netanjahu hatte Präsident Herzog ein 14-seitiges Begnadigungsgesuch in Bezug auf seine Korruptionsprozesse vorgelegt. Es wurde mitgeteilt, dass Herzog dieses Gesuch "verantwortungsbewusst und ernsthaft" prüfen werde. Netanjahus Begnadigungsgesuch hat zu einer tiefen Spaltung in der israelischen Politik geführt. Während Regierungsanhänger argumentieren, dass Herzog dem Gesuch stattgeben sollte, fordern Oppositionelle, dass Netanjahu seine Schuld eingestehen müsse.