Neue Strategie der CHP nach Umfrageergebnissen: Zielgruppe sind die 33 Prozent
Nachdem der Anteil der unentschlossenen Wähler in Umfragen zu den Parlamentswahlen die 33-Prozent-Marke überschritten hat, hat die CHP ihre Feldarbeit und Rhetorik im Rahmen von Kundgebungen und „Fokus-Umfragen“ auf diese Wählergruppe ausgerichtet. Parteikreise geben an, dass das Thema Wirtschaft und die Initiativen im Parlament bei den Unentschlossenen Wirkung zeigen.
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In den von Meinungsforschungsinstituten durchgeführten Umfragen zu den Parlamentswahlen hat der Anteil der unentschlossenen Wähler die 33-Prozent-Marke überschritten.
Nach Einschätzung von CHP-Führungskräften besteht die Gruppe der unentschlossenen Wähler zu einem großen Teil aus Personen, die sich von der AKP und der MHP abgewandt haben.
Die CHP, die ihre „Der Wille des Volkes schützt sich selbst“-Kundgebungen fortsetzt, hat die unentschlossenen Wähler im Rahmen möglicher vorgezogener Neuwahlen als „Zielgruppe“ definiert.
Wie Birgün berichtet, wird die Rhetorik und die Feldarbeit auf Basis von „Fokus-Umfragen“, die von der CHP-Parteizentrale in Auftrag gegeben wurden, neu geplant. Parteikreise äußerten die Einschätzung: „Die Unentschlossenen nähern sich unserer Partei von Tag zu Tag ein Stück mehr an.“
NEUE STRATEGIE DER CHP
CHP-Führungskräfte erklärten, dass der Großteil der unentschlossenen Wählerschaft aus Personen bestehe, die sich von der Basis der MHP und AKP gelöst hätten. Als Hauptgrund für die Distanzierung dieser Wähler, die nun als „unentschlossen“ gelten, von ihren bisherigen Parteien wurde die Unzufriedenheit mit der Wirtschaftsführung genannt.
CHP-Vertreter vertraten die Ansicht: „Die Oppositionsparteien können keine Ressourcen verteilen, da sie keine Befugnisse haben. Aber die CHP zieht mit ihren konkreten Versprechen und ihrem Anspruch, die Türkei zu regieren, diejenigen an, die sich von der AKP und der MHP abgewandt haben.“
Parteikreise behaupteten, dass neben der politischen Rhetorik und den Fokus-Umfragen auch die im Parlament (TBMM) gestarteten Initiativen zu Rentenbezügen sowie die Arbeit im Plenum bei den unentschlossenen Wählern Wirkung zeigten. In diesem Prozess sei die Einschätzung hervorgetreten, dass „in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden ist, dass die Opposition ihr Möglichstes für die Rentner tut.“
„WIR WERDEN DAFÜR SORGEN, DASS SICH DIE UNENTSCHLOSSENEN FÜR DIE CHP ENTSCHEIDEN“
Nach den Arbeiten zum Thema Mindestlohn bereitet sich die CHP nun darauf vor, sich auch auf die Probleme der Gewerbetreibenden zu konzentrieren. Während Parteikreise angaben, dass die Wirtschaftsexperten der Partei in diesem Bereich neue Vorbereitungen treffen, betonten sie, dass ihr Ziel darin bestehe, sicherzustellen, dass sich die unentschlossenen Wähler für die CHP entscheiden. In diesem Zusammenhang wurden folgende Worte geteilt: „Beim Mindestlohn gab es ein ähnliches Bild. Als CHP konnten wir den Menschen unsere Forderungen und unsere Position vermitteln. Jetzt werden wir uns den Problemen der Gewerbetreibenden widmen. Unsere Wirtschaftsexperten führen Arbeiten in diese Richtung durch. Wir werden dafür sorgen, dass sich die Unentschlossenen für die CHP entscheiden.“