Neuer Gesetzesvorschlag der CHP: Kommt ein weiterer religiöser Feiertag?
Der CHP-Abgeordnete für Bursa, Orhan Sarıbal, hat im türkischen Parlament (TBMM) einen Gesetzesvorschlag eingereicht, um den Aschura-Tag, den 13. Tag des Monats Muharrem, zum religiösen Feiertag zu erklären.
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Der Abgeordnete der Republikanischen Volkspartei (CHP) für Bursa, Orhan Sarıbal, hat bei der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) einen Gesetzesvorschlag eingereicht, mit dem der als 13. Tag des Monats Muharrem bekannte Aschura-Tag, der für die alevitische Gemeinschaft von großer Bedeutung ist, zum religiösen Feiertag erklärt werden soll.
In seinem bei der Parlamentspräsidentschaft eingereichten Antrag forderte Sarıbal eine Änderung des Gesetzes über nationale Feiertage und allgemeine Feiertage. In der Begründung des Vorschlags wurde die tiefe Bedeutung und der historische Hintergrund des Aschura-Tages für den alevitischen Glauben detailliert dargelegt.
Sarıbal erinnerte daran, dass die Ermordung von Hz. Hüseyin und seinen 72 Gefährten in Kerbela am 10. Muharrem des Jahres 61 nach dem Hidschra-Kalender (10. Oktober 680 n. Chr.) einen zentralen Stellenwert im alevitischen Glauben einnimmt. Er erklärte, dass die Aleviten die ersten 12 Tage des Monats Muharrem mit Fasten und Trauer verbringen, während der 13. Tag ein besonderer Tag sei, an dem Aschura zubereitet und verteilt, Opfertiere geschlachtet und Ältere besucht werden.
„MUSS IM ÖFFENTLICHEN RAUM ANERKANNT WERDEN“
Sarıbal führte in seiner Begründung weiter aus:
„Bislang wurden keine Regelungen getroffen, die es unseren alevitischen Mitbürgern ermöglichen, ihre religiösen Rituale frei und ungehindert im öffentlichen Raum auszuüben. Ihre heiligen Tage wurden weder kalendarisch noch rechtlich anerkannt. Diese Regelung steht in direktem Zusammenhang mit dem Grundsatz der Glaubensfreiheit und der Gleichheit in der Verfassung.“