Neuer Parteischritt von Özgür Özel: Datum und Abgeordnetenzahl bekannt gegeben
Süleyman Bülbül, einer der führenden Köpfe des Oppositionsflügels innerhalb der CHP, äußerte sich kritisch zum Prozess des außerordentlichen Parteitags und zu den parteiinternen Entwicklungen. Bülbül kündigte an, dass nach dem 21. Juli eine neue politische Bewegung mit etwa 100 Abgeordneten entstehen könnte.
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Der CHP-Abgeordnete für Aydın, Süleyman Bülbül, richtete bei einem Treffen mit Mitgliedern und Delegierten in Karacasu wichtige Worte an die Parteibasis. Bei dem Treffen wurden die Diskussionen über die Zeit nach den Vorsitzendenwahlen sowie der Prozess des außerordentlichen Parteitags thematisiert.
KRITISCHE TERMINE IM PROZESS DES AUSSERORDENTLICHEN PARTEITAGS
Bülbül betonte, dass die Parteiführung „nicht durch Einmischung des Palastes, sondern durch den Willen der Parteibasis bestimmt werden sollte“, und rief dazu auf, die Führungskrise innerhalb der CHP mit einer härteren Haltung anzugehen. Er erklärte, dass die Entwicklungen nach den Kommunalwahlen vom 31. März 2024 dem demokratischen Funktionieren der Partei geschadet hätten, und erinnerte daran, dass am 24. Mai „Polizei und AFAD das Parteigebäude betreten haben“.
Bülbül wiederholte seine Kritik, dass der Oppositionsgeist in der Partei erloschen sei, und widersprach Gerüchten, wonach die derzeitige, durch Gerichtsbeschluss eingesetzte Führung die Kandidaten für die kommenden Wahlen bestimmen werde. „Das Gerichtsurteil, das ich als Jurist geprüft habe, deckt lediglich die Führung vor dem 38. Parteitag ab; es gibt kein Hindernis, das den Prozess blockiert“, sagte er.
ANZAHL DER UNTERSCHRIFTEN BEKANNT GEGEBEN
Bülbül unterstrich die Agenda des außerordentlichen Parteitags und betonte, dass die Einberufung gemäß Artikel 48 der Parteisatzung zwingend erforderlich sei. Er erklärte, dass insgesamt 1003 Unterschriften, von denen mindestens 833 notariell beglaubigt seien, bei der Parteizentrale eingereicht wurden. „Die Unterschriften können schnell überprüft werden. Wenn das Ziel nicht die Durchführung eines Parteitags ist, ist es weder möglich, die Parteiführung bis zur Wahl zu schützen, noch eine echte Opposition gegen die Regierung zu leisten“, sagte Bülbül.
Bülbül wies darauf hin, dass die derzeitige CHP-Führung bis zum 11. Juli auf die Forderung nach einem außerordentlichen Parteitag reagieren müsse, und warnte: „Wenn der Parteitag nicht vor dem 26. Juli stattfindet, könnte es zu rechtlichen Problemen bei der Teilnahme der Partei an den Wahlen kommen.“
SIGNAL FÜR EINE NEUE PARTEI
Bezüglich der jüngsten Umfragen erklärte Bülbül: „Unter der Führung von Özgür Özel findet die CHP Unterstützung zwischen 32 und 35 Prozent; unter der Führung von Kemal Kılıçdaroğlu sinkt dieser Wert auf 2 bis 5 Prozent.“
Bülbül forderte, dass der Kassationshof (Yargıtay) die Akte zur „absoluten Nichtigkeit“ zeitnah entscheiden müsse, und gab folgende Erklärung ab: „Wenn die Klage auf absolute Nichtigkeit der Republikanischen Volkspartei bis zum 20. Juli vom Kassationshof aufgehoben wird, kommen wir zusammen mit unserem gewählten Vorsitzenden Özgür Özel als Lokomotive der gesamten Opposition an die Macht. Sollte sie nicht aufgehoben werden, wird nach dem 21. Juli mit Gottes Hilfe eine neue Sonne aufgehen. Wir werden mit fast 100 von 111 Abgeordneten, falls es zu einer neuen Formation kommt, nach Ausschöpfung aller Rechtsmittel den Startschuss für diese neue Bewegung geben. Wir laufen nicht weg, wir ändern nur die Form unseres Kampfes. Wie İsmet İnönü sagte: 'Eine neue Welt wird gegründet, und die Türkei wird ihren Platz darin einnehmen.' Wir alle werden unseren Platz einnehmen.“
Bülbül erklärte, dass sie, falls die Parteiführung nicht positiv auf den Aufruf zum außerordentlichen Parteitag reagiere, beim Friedensgericht die Einsetzung eines Einberufungsausschusses beantragen würden, und deutete an, dass die kommenden Wochen die parteiinternen Machtverhältnisse grundlegend verändern könnten.