Neuer Schritt der CHP gegen SGK-Schulden: Vorschlag für Treffen zwischen Özel und Erdoğan
Die CHP hat mit den Vorbereitungen auf die Regierungsentscheidung begonnen, die Sozialversicherungsbeiträge (SGK) der Kommunen einzutreiben. Bei einem Treffen unter dem Vorsitz des CHP-Parteivorsitzenden Özgür Özel wurde beschlossen, einen Gesetzesentwurf zur Umschuldung und zur Einführung einkommenssteigernder Maßnahmen auszuarbeiten.
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Die Republikanische Volkspartei (CHP) hat Schritte eingeleitet, um auf die Entscheidung der Regierung zu reagieren, die Schulden der Kommunen bei der Sozialversicherungsanstalt (SGK) „direkt an der Quelle einzuziehen“. Bei einem Treffen unter dem Vorsitz des CHP-Parteivorsitzenden Özgür Özel wurde beschlossen, einen Gesetzesentwurf vorzubereiten, der die Umschuldung der Kommunen sowie die Umsetzung einkommenssteigernder Maßnahmen zum Ziel hat.
Wie die Zeitung Cumhuriyet berichtet, ist zudem geplant, dass die Schattenminister der CHP Gespräche mit dem Minister für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel, Murat Kurum, sowie dem Minister für Schatz und Finanzen, Mehmet Şimşek, führen.
KOMMUNEN KÖNNTEN GEHALTSZAHLUNGEN EINSTELLEN MÜSSEN
Während des Treffens wiesen einige Bürgermeister auf den bevorstehenden Prozess der Tarifverhandlungen hin und warnten, dass die aktuelle Situation dazu führen könnte, dass die Kommunen die Gehälter ihres Personals nicht mehr zahlen können. Sie schlugen vor, dass Özel ein Gespräch mit Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan führen solle.
An der Sitzung des „Koordinationsrats sozialdemokratischer Kommunen“ in der CHP-Parteizentrale nahmen der Bürgermeister der Stadt Istanbul, Ekrem İmamoğlu, in seiner Funktion als Präsident des türkischen Städtebundes sowie der Bürgermeister von Ankara, Mansur Yavaş, als Präsident des Verbandes Historischer Städte teil.
Özgür Özel, der über das Ziel des Treffens informierte, warf der Regierung vor, die CHP-geführten Kommunen durch die Kürzung ihrer Mittel „unter Druck setzen“ zu wollen. Özel erklärte, der Koordinationsrat sei gegründet worden, um die Kommunen sowohl auf routinemäßige Prüfungen vorzubereiten als auch rechtliche und technische Unterstützung gegen „bestimmte böswillige und aggressive Haltungen“ zu leisten.
HAUPTAGENDA: SGK-SCHULDEN
Auf der Tagesordnung stand die Entscheidung, die SGK-Schulden der Kommunen einzutreiben, woraufhin die Kommunen mit einer Reihe von Zahlungsaufforderungen konfrontiert wurden. Es wurde die Ansicht geteilt, dass die Regierung mit diesem Schritt das Ziel verfolge, die CHP-geführten Kommunen wirtschaftlich „handlungsunfähig zu machen“, und es wurden Schritte zur Überwindung dieses Problems diskutiert.
Die Bürgermeister wiesen darauf hin, dass viele Kommunen die Gehälter nicht mehr zahlen könnten, sollten die SGK-Schulden nicht umgeschuldet werden und keine neuen Finanzmittel bereitgestellt werden. Es wurde kritisiert, dass AKP-geführte Kommunen ihre SGK-Schulden durch die Verrechnung mit Immobilien begleichen könnten, während den Oppositionskommunen diese Möglichkeit verwehrt bleibe.
ZINSEN MÜSSEN GESTRICHEN WERDEN
Es wurde beschlossen, nach der Wiedereröffnung des Parlaments einen Gesetzesentwurf zur Umschuldung der SGK-Schulden der Kommunen einzubringen. In diesem Rahmen wurde vorgeschlagen, eine Regelung ähnlich dem Umschuldungsgesetz Nr. 7326 aus dem Jahr 2021 zu treffen, bei dem die Zinsen gestrichen und die Hauptschuld auf 120 Monate verteilt wurden. Zudem wurde die Verrechnung der Mehrwertsteuerforderungen der Kommunen mit den SGK-Schulden thematisiert.
VORSCHLAG: 'ÖZEL SOLL SICH MIT ERDOĞAN TREFFEN'
Es wurde beschlossen, dass die Schattenminister der CHP Gespräche mit den zuständigen Ministern über die Umschuldung der kommunalen Schulden und einkommenssteigernde Maßnahmen führen sollen. Nach dem Parteitag zur Satzungsänderung, der vom 4. bis 9. September stattfindet, ist geplant, dass der für Kommunalverwaltungen zuständige stellvertretende Parteivorsitzende Gökan Zeybek einen Termin bei Umweltminister Murat Kurum und der für Wirtschaft zuständige Schattenminister Yalçın Karatepe einen Termin bei Finanzminister Mehmet Şimşek anfragt, um die Vorschläge ihrer Partei zu unterbreiten.
Es wurde vereinbart, die Probleme der CHP-geführten Kommunen auf allen Plattformen zur Sprache zu bringen und dass Özel die Kommunikation zu diesem Thema übernimmt. Es wurde jedoch festgehalten, dass der Vorschlag einiger Bürgermeister, dass Özel sich diesbezüglich mit Präsident Erdoğan treffen solle, nicht als konkreter Beschluss gefasst wurde.
KOORDINATION FÜR STRAßENTIERE
Auf dem Treffen wurde auch die Umsetzung des im Juli vom Parlament verabschiedeten Gesetzes zu Straßentieren thematisiert. Das Ziel des Treffens wurde als Sicherstellung einer koordinierten Lösung der kommunalen Probleme definiert. Es wurde beschlossen, dass die Stadtverwaltung Istanbul innerhalb von 10 Tagen eine Präsentation erstellt, um die Schritte bezüglich der Straßentiere zentral zu steuern, und dass die anderen Kommunen ihre lokale Politik gemäß diesen Vorschlägen umsetzen werden.