Der Oberste Militärrat tritt morgen im Palast zusammen! Erdoğans Entscheidung zu den Teilstreitkraftchefs

Morgen findet im Palast die Sitzung des Obersten Militärrats statt. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf die Situation der drei Teilstreitkraftchefs, deren Amtszeit abgelaufen ist. Informationen zufolge wird erwartet, dass Erdoğan die aktuelle Führungsebene beibehält.

İHA

Der Oberste Militärrat (YAŞ) tritt morgen unter dem Vorsitz des AKP-Vorsitzenden und Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan im Palast zusammen. Die diesjährige Sitzung fällt in eine Zeit, in der nach den Änderungen des Personalgesetzes der Türkischen Streitkräfte kritische Entscheidungen getroffen werden sollen.

Gemäß den neuen Regelungen können 75 Generäle und Admirale mit einer Zweidrittelmehrheit für ein weiteres Jahr in ihrem derzeitigen Dienstgrad verbleiben.

KEINE GROSSEN VERÄNDERUNGEN IN DER FÜHRUNGSEBENE ERWARTET

Auf der Tagesordnung der Sitzung stehen Beförderungen, Ernennungen, Pensionierungsanträge und Verlängerungen der Amtszeiten. Angesichts der aktuellen Lage werden keine großen Veränderungen in der Führungsebene erwartet. Die Amtszeit des Generalstabschefs, Armeegeneral Metin Gürak, läuft ohnehin noch zwei Jahre. Die Amtszeiten des Marinebefehlshabers Admiral Ercüment Tatlıoğlu, des Luftwaffenbefehlshabers Armeegeneral Ziya Cemal Kadıoğlu und des Heeresbefehlshabers Armeegeneral Selçuk Bayraktaroğlu sind hingegen abgelaufen. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass Erdoğan seine Befugnis nutzen wird, die Amtszeit dieser drei Namen um ein Jahr zu verlängern.

Bei der YAŞ-Sitzung im vergangenen Jahr wurden 23 Generäle und Admirale befördert, und 77 Oberste wurden in den Rang eines Generals oder Admirals erhoben. Die Amtszeit von 34 Generälen und Admiralen wurde um ein Jahr und die von 455 Obersten um zwei Jahre verlängert. 31 Generäle und Admirale wurden in den Ruhestand versetzt. Nach diesen Entwicklungen stieg die Zahl der Generäle und Admirale in den Türkischen Streitkräften von 281 auf 327.

Es wird darauf hingewiesen, dass mit den diesjährigen Entscheidungen die Auswirkungen der neuen Regelung im Personalgesetz erstmals sichtbar werden. Insbesondere die Möglichkeit für 75 Generäle und Admirale, ohne auf eine Beförderung zu warten im selben Dienstgrad zu verbleiben, deutet darauf hin, dass das bestehende Gleichgewicht innerhalb der Türkischen Streitkräfte gewahrt bleiben soll. Es wird erwartet, dass dies die Zahl der Generäle und Admirale weiter erhöhen wird.