Ozan Gündoğdu reagiert scharf auf Nihat Zeybekcis Äußerungen zum Mindestlohn
Der Journalist Ozan Gündoğdu kritisierte die Äußerungen des AKP-Politikers Nihat Zeybekci über den Zusammenhang zwischen Mindestlohn und Mieten scharf über die sozialen Medien.
12punto
Die Äußerung des AKP-Politikers Nihat Zeybekci: "Wenn der Mindestlohn nicht 22.000 TL, sondern 52.000 TL betragen würde, wären die Mieten von 5.000 TL auf 15.000 TL gestiegen", hat in der Öffentlichkeit für großes Aufsehen gesorgt. Der Journalist Ozan Gündoğdu reagierte auf diese Aussage mit einem Beitrag in den sozialen Medien und betonte, dass politische Akteure den Bezug zum Volk verloren hätten.
Gündoğdu erklärte in seinem Beitrag: "Sie gehen schon lange nicht mehr auf den Markt oder zum Einkaufen. Wahrscheinlich gibt es in ihrem Umfeld niemanden mehr, der arm ist. Sie sind dem Volk gegenüber völlig fremd geworden. Sie glauben, dass die Mieten bei einem Mindestlohn von 22.000 TL bei 5.000 TL liegen, und wer widerspricht, wird als 'Verräter' oder 'undankbar' bezeichnet. Milch hat Flecken, aber sie nicht."
Mit diesen Worten wies Gündoğdu darauf hin, dass politische Profile weit von der wirtschaftlichen Realität entfernt seien und die Schwierigkeiten, mit denen die Bevölkerung zu kämpfen hat, ignorierten.
Zeybekcis Äußerungen dürften die Debatte über die wirtschaftlichen Bedingungen und den Anstieg der Mietpreise erneut anheizen. Die aktuelle Situation des Mindestlohns und der Mietpreise in der Türkei wirft in einer Zeit, in der die Menschen mit Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben, die Frage auf, inwieweit politische Rhetorik mit der Realität übereinstimmt.