Özgür Çelik erneut zum CHP-Vorsitzenden von Istanbul gewählt
Die politische Krise in der Istanbuler CHP wurde durch einen außerordentlichen Parteitag gelöst. Mit den Stimmen der Delegierten wurde Özgür Çelik erneut zum Istanbuler Provinzvorsitzenden gewählt. Çelik erklärte nach der Wahl: „Die Gerichtsentscheidung wurde durch den Parteitag aufgehoben, ich erwarte nun mein Mandat vom Hohen Wahlausschuss (YSK). Für mich ist nicht entscheidend, in welchem Gebäude ich arbeite, sondern dass ich auf den Straßen präsent bin.“
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Die Krise, die mit der Absetzung der Istanbuler Parteileitung durch einen Gerichtsbeschluss und der Einsetzung eines Zwangsverwalters begann, erreichte mit der Entscheidung der CHP für einen außerordentlichen Parteitag eine neue Phase. Die Ernennung von Gürsel Tekin zum Zwangsverwalter nach dem umstrittenen Urteil des 45. Zivilgerichts erster Instanz von Istanbul hatte innerhalb der Partei einen Widerstandsprozess ausgelöst. Beim Parteitag im Süleyman Seba Kulturzentrum in Beşiktaş fielen die intensiven Sicherheitsvorkehrungen der Polizei auf.
Während der Parteitag um 11.00 Uhr begann, traf gleichzeitig eine neue gerichtliche Anordnung zur Einstellung des Parteitags ein. Als die Beamten zur Zustellung der Mitteilung in den Saal kamen, stieg die Spannung. Die CHP-Funktionäre steuerten diese Situation mit einer Taktik, die als „Schachzug“ bezeichnet wurde, und ließen die Zustellung Wort für Wort protokollieren, um Zeit zu gewinnen. Diese Strategie wurde bis zur Entscheidung des YSK fortgesetzt.
Um 13.55 Uhr setzte der YSK mit der Genehmigung zur Fortsetzung des Parteitags den Schlusspunkt unter die Debatten. In der Erklärung des YSK hieß es: „Ein bereits begonnener Parteitagsprozess kann gemäß Artikel 79 der Verfassung und den Bestimmungen des Wahlrechts nicht gestoppt werden.“ Diese Entscheidung wurde im Kongresssaal mit großer Begeisterung aufgenommen und Özgür Çelik wurde durch den Willen der Delegierten erneut zum Istanbuler Provinzvorsitzenden gewählt.