Özgür Özel äußert sich zum Aufstehen der CHP-Abgeordneten für Erdoğan: Wir konnten dem Amt gegenüber nicht respektlos sein

Bei der Eröffnung des neuen Legislaturjahres der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) blieben einige CHP-Abgeordnete aus Protest sitzen, als der AKP-Präsident Erdoğan den Saal betrat. CHP-Chef Özgür Özel erklärte, dies sei eine persönliche Entscheidung gewesen und man habe im Rahmen des Respekts vor dem Amt gehandelt.

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In der TBMM hat das neue Legislaturjahr begonnen. Bei der Generalversammlung, die mit der Rede des AKP-Präsidenten Erdoğan eröffnet wurde, war man gespannt darauf, wie sich die CHP-Reihen beim Eintreffen Erdoğans verhalten würden.

Einige CHP-Abgeordnete entschieden sich, nicht an der Generalversammlung teilzunehmen, nachdem die Nachricht kursierte: "Wenn der Präsident die Generalversammlung betritt, wird aufgestanden."

Die CHP-Abgeordneten Uğur Bayraktutan, Engin Altay und Okan Konuralp protestierten gegen den AKP-Präsidenten Erdoğan, indem sie beim Betreten des Saals nicht aufstanden.

Die anderen CHP-Mitglieder, die den Saal der Generalversammlung betraten, standen zwar auf, applaudierten Erdoğan jedoch nicht.

EIGENE ENTSCHEIDUNGEN

CHP-Chef Özgür Özel beantwortete nach Schließung der Generalversammlung die Fragen von Journalisten im Foyer.

Özel erklärte, dass es keinen Fraktionsbeschluss bezüglich der Teilnahme an der Generalversammlung gegeben habe und sagte: "Wir haben der Fraktion unsere eigene Haltung mitgeteilt. Es ist die Entscheidung unserer Freunde, die nicht teilgenommen haben. Ich sehe darin kein Problem."

"WIR HABEN IHN EMPFANGEN, OHNE DEM AMT GEGENÜBER RESPEKTLOS ZU SEIN"

Özel betonte, dass sie Erdoğan so empfangen hätten, dass sie 'Respekt vor seinem Amt' zeigten, und äußerte sich wie folgt:

''Wir haben gesagt, dass wir beim Respekt vor dem Amt keine Abstriche machen werden. Wir sagten, dass wir aufstehen werden, wenn der Präsident gemäß seinem Eid eintrifft, und dass wir dem Amt gegenüber nicht respektlos sein werden. Auch wenn seine Rede keine störenden Äußerungen enthielt, war es die Rede eines parteiischen Präsidenten. Beim Gehen sahen wir keine Notwendigkeit aufzustehen. Wir haben den Präsidenten, das Staatsoberhaupt, die Person, die laut Verfassung beauftragt ist, das Parlament am 1. Oktober zu eröffnen, empfangen, ohne dem Amt gegenüber respektlos zu sein; daran ist nichts Überraschendes.''