Özgür Özel erhebt Vorwürfe wegen Anweisungen an Staatsanwälte!
CHP-Parteivorsitzender Özgür Özel brachte Behauptungen zur Sprache, wonach Staatsanwälten aus Ankara heraus Operationen nahegelegt würden, und forderte die Regierung zu einer Zwischenwahl auf.
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Der Vorsitzende der Republikanischen Volkspartei (CHP), Özgür Özel, traf sich im Rahmen seiner Besuche bei politischen Parteien mit dem Vorsitzenden der Demokratischen Partei, Gültekin Uysal. Das Treffen fand im Celal-Bayar-Pavillon statt. Zur Delegation gehörten auch die CHP-Generalsekretärin Selin Sayek Böke sowie die stellvertretenden Parteivorsitzenden Serkan Özcan und Gökçe Gökçen.
Nach dem Besuch äußerte sich Özgür Özel zu dem Vorwurf, dass Staatsanwälte in der gesamten Türkei aus Ankara angerufen und zu Ermittlungsverfahren gedrängt würden. Özel erklärte dazu:
"Staatsanwälte in allen Teilen der Türkei werden aus Ankara angerufen, mit der Frage: 'Gibt es denn gar keine Anzeigen? Ermittlungen beginnen bei einfachem Verdacht, gibt es denn gar keine Gerüchte?', und es werden ihnen bestimmte Operationen nahegelegt."
ZWISCHENWAHL UND VERFASSUNGSDISKUSSION
Özgür Özel kritisierte bei dem Treffen zudem die Haltung der Regierung zur Zwischenwahl. Er appellierte an Präsident Recep Tayyip Erdoğan, die Wahlurnen aufzustellen und es dem Volk zu ermöglichen, über die Vorwürfe zu entscheiden. Özel fuhr fort:
„Stellen Sie die Wahlurnen auf, damit wir auf Ihre Behauptungen antworten können. Wir haben unsere Erwartung und Forderung bezüglich einer Zwischenwahl zum Ausdruck gebracht. In dem Moment, in dem sie ihre Berechnungen anstellten, haben sie versäumt, die Verfassung zu lesen. Jeder, der lesen und schreiben kann, versteht jetzt, dass eine Zwischenwahl nach Ablauf von 30 Monaten eine Notwendigkeit ist und dass es zwingend erforderlich ist, diese Sitze zu besetzen. Wir stehen quasi einer rechtswidrigen Situation gegenüber.“
Özel argumentierte, dass Artikel 77 der Verfassung nicht angewendet werde und dass die Flucht vor einer Zwischenwahl ein Zeichen politischer Erschöpfung sei.
KRITIK AN DER JUSTIZ ÜBER DAS JUSTIZMINISTERIUM
Özgür Özel behauptete, dass jeder Tag, an dem Akın Gürlek im Justizministerium tätig sei, bei den Justizangehörigen Zweifel aufkommen lasse. Özel betonte, dass dieser Zustand dem Rechtsstaat im Land schade.
„Jeder Tag, an dem Akın Gürlek im Justizministerium sitzt, weckt Zweifel bei allen Staatsanwälten und Richtern, die in der gesamten Türkei tätig sind und glauben, ihre Pflicht gemäß ihrem Auftrag zu erfüllen“, sagte er.